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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verhaltener Dow-Wochenstart - Nasdaq stärker

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es zu Wochenbeginn ruhig zugegangen. Bevor in den kommenden Tagen die Berichtssaison der Konzerne im Dow Jones Industrial ±0,00% ihren Lauf nimmt, hielt sich der US-Leitindex am Montag bis zum Schluss unweit der Gewinnschwelle auf. Er ging 0,07 Prozent höher bei 27 171,90 Punkten über die Ziellinie.

In den Handelstagen zuvor hatten es die Anleger nach dem jüngsten Rekordlauf, der vor allem von Zinssenkungshoffnungen getragen wurde, bereits ruhiger angehen lassen. Experten zufolge warten sie nun ab, ob die Saison der Unternehmensberichte letztlich eine Konjunkturabkühlung als Fazit bringen wird. Diese gilt als Triebfeder für die Forderungen nach einer Zinssenkung. Präsident Donald Trump forderte die Währungshüter von der Fed am Montag erneut dazu auf, nicht darauf zu warten, bis sich die Wirtschaft tatsächlich abschwächt.

An diesem Montag kamen Unternehmensberichte eher aus der zweiten Börsenreihe mit der einen oder anderen positiven Überraschung. Entsprechend hob sich der marktbreite S&P 500 -0,32% mit einem Anstieg um 0,28 Prozent auf 2985,03 Punkte leicht positiv ab vom Dow. Noch besser schlug sich der technologielastige Nasdaq 100 +0,27% mit 0,90 Prozent Plus auf 7905,12 Punkte.

Schon am Dienstag berichten aus dem Dow Konzerne wie Coca-Cola +0,30%, United Technologies +0,73% oder Visa von ihren Quartalen. Sie bilden damit den Auftakt für eine Reihe von weiteren bedeutenden Zahlenvorlagen im Wochenverlauf, darunter auch Tech-Riesen wie Facebook -0,28%, Alphabet -0,74% oder Amazon -0,63%. Laut dem Marktanalysten Jochen Stanzl von CMC Markets liegt "die wohl wichtigste Woche innerhalb der Berichtssaison in den USA vor uns".

Für die in der kommenden Woche erwartete Zahlenvorlage von Apple -0,63% wurden am Montag Vorschusslorbeeren verteilt. Bei der Aktie des iPhone-Herstellers, die an der Dow-Spitze um 2,3 Prozent stieg, machte die Morgan-Stanley-Analystin Katy Huberty den Anlegern mit einem nach oben geschraubten Kursziel neue Hoffnung. Die Expertin traut den Aktien nun einen Anstieg bis auf 247 US-Dollar zu, was zu den aktuell 207 Dollar ein Potenzial von fast 20 Prozent bedeutet.

Unter den Nebenwerten kamen zu Wochenbeginn überzeugende Zahlen vom Ölfelddienstleister Halliburton -1,73%, dessen Quartalsgewinn die Anleger positiv überraschte. Mit einem Kursplus von 9,2 Prozent waren die Aktien unter den 500 Mitgliedern im S&P der Spitzenreiter. Rückenwind kam auch von den Ölpreisen, die wegen der Sorge vor einer Eskalation der angespannten Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf deutlich anzogen.

Beim Dialysedienstleister DaVita +1,83%, dem viertbesten S&P-Indexwert, konnten sich die Anleger nach dem Quartalsbericht über ein Kursplus von 4,9 Prozent freuen. Der Konkurrent von Fresenius Medical Care -0,75% hob sein Jahresziel für das bereinigte operative Ergebnis an und will zudem für bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen.

An der Nasdaq hob ein positiver Analystenkommentar von Goldman Sachs -0,55% die Stimmung. Die Titel der Halbleiterausrüster Applied Materials +0,29% und Lam Research +0,08% legten dort um 6,1 und 4,4 Prozent zu, nachdem die US-Investmentbank jeweils Kaufempfehlungen ausgesprochen hatte. In seiner Studie glaubt Analyst Toshiya Hari daran, dass sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in der Branche früher und deutlicher verbessern wird als bisher angenommen.

Im Blickfeld blieben außerdem die Papiere der Telekomunternehmen Sprint und T-Mobile US -0,76%. Hier schwelten weiter die Spekulationen, ob und wann die geplante Fusion durchgewunken wird. Erst hieß es in einem Bericht des Senders Fox Business, die Bedingungen würden neu verhandelt. Dann aber berichtete CNBC, dass ein OK der Behörden am Mittwoch kommen könnte. Die Aktien pendelten sich letztlich mit bis zu 0,7 Prozent im Plus ein.

Der Eurokurs +0,0204% bewegte sich am Montag nur wenig von der Stelle, im New Yorker Handel wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1208 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1215 (Freitag: 1,1226) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8917 (0,8908) Euro gekostet.

Im allgemein ruhigen Marktumfeld zeigten US-Staatsanleihen eine solide Tendenz. Richtungweisende zehnjährige Anleihen legten 2/32 Punkte auf 102 29/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 2,05 Prozent./tih/fba

Von Timo Hausdorf, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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