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RWE: Warum Draghi-Worte der Aktie helfen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert wegen einer sich verschärfenden Konjunkturflaute auf eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik zu. Sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen, werde eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik erforderlich sein, sagte EZB-Präsident Mario Draghi bei der jährlichen Notenbankkonferenz der EZB im portugiesischen Sintra. Die Aussagen lösten heftige Kursbewegungen an den Finanzmärkten aus.

Vor allem die zinssensitiven Versorgerpapiere wurden kräftig angeschoben. Der zuvor kaum veränderte Stoxx 600 Utilities +1,85% kletterte zeitweise um fast drei Prozent an die Spitze des Branchentableaus und erreichte dabei einen weiteren Höchststand seit fast vier Jahren.

In Deutschland profitierten vor allem die Aktien von RWE -0,52%. Sie schossen vom Tagestief um mehr als fünf Prozent aufwärts. E.on-Papiere -0,03% verbesserten sich um gut zwei Prozent.

Aktien von Versorgern gelten wegen eines hohen Kapitalbedarfs als überdurchschnittlich zinsabhängig. Zudem haben sie wegen vergleichsweise stabiler Erträge und Dividenden aus Anlegersicht einen Anleihen-ähnlichen Status. Steigen die Zinsen an den Kapitalmärkten, verlieren diese Aktien im Vergleich zu anderen tendenziell an Attraktivität.

Zusätzliche Zinssenkungen und weitere Anleihekäufe seien denkbar, hatte Draghi gesagt. Sie gehörten zum Instrumentenkasten der EZB. "Wir werden alle Flexibilität innerhalb unseres Mandats nutzen, um unseren Auftrag zu erfüllen", versicherte der Notenbankpräsident. "In den kommenden Wochen wird der EZB-Rat überlegen, wie unsere Instrumente entsprechend der Schwere des Risikos für die Preisstabilität angepasst werden können", hieß es weiter.

"Nach den Äußerungen Draghis erwarten wir, dass die EZB vermutlich schon auf ihrer nächsten Sitzung am 25. Juli eine Senkung des Einlagenzinses von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent beschließt", kommentierte EZB-Fachmann Michael Schubert von der Commerzbank. Der Einlagezins ist eine Art Gebühr für Geld, dass Geschäftsbanken bei der EZB parken. Mit neuen Käufen von Staatsanleihen rechnet Schubert hingegen nur, falls die wirtschaftliche Entwicklung deutlich schlechter als bisher erwartet ausfallen sollte.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart RWE (in Euro, Xetra)
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