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ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Auftragsreichweite der deutschen Industrie sinkt im September

Die Auftragsreichweite der deutschen Industrie ist im September geschrumpft. Die Reichweite sank von 5,7 auf 5,6 Monate, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, könnten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Durchschnitt für diese Zeitspanne weiter produzieren. Der Auftragsbestand stagnierte gegenüber dem Vormonat.

Pkw-Markt in Europa bleibt im Oktober stark

Nach einem Plus von über 14 Prozent im September ist der Pkw-Markt in Europa auch im Oktober kräftig gewachsen. Der Herstellerverband Acea meldete ein Zulassungsplus von 8,6 Prozent auf gut 1,2 Millionen Fahrzeuge für die Europäische Union sowie Island, Norwegen und die Schweiz. Kumuliert ist der Rückstand aus dem Verlauf des Jahres aber noch nicht aufgeholt: In den Monaten Januar bis Oktober gingen die Zulassungen noch um 0,7 Prozent auf 13,3 Millionen Fahrzeuge zurück. Es war aber der beste Oktober seit 2009.

Umfrage sieht Verluste für die Union

Die Union verliert in den Umfragen weiter an Boden. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU und CSU auf 25,0 Prozent und damit einen halben Punkt weniger als in der Vorwoche, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Insa-Meinungstrend. Hingegen gewinnen die Grünen einen halben Punkt auf 21,0 Prozent und die Linke und die FDP ebenfalls je einen halben Punkt auf 10,0 Prozent und 8,5 Prozent. Ihre Werte aus der Vorwoche halten die SPD mit 15,5 Prozent und die AfD mit 15,0 Prozent.

Zweiter Windgipfel endet ohne greifbares Ergebnis

Das Treffen zwischen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Vertretern der Windenergiebranche in Berlin ist ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gespräche hätten jedoch zu einem "besseren Verständnis" geführt, sagte ein Sprecher des Bundesverbands Windenergie der Nachrichtenagentur AFP. Angesichts der Flaute beim Ausbau der Windkraft und drohenden Stellenstreichungen hatte Altmaier zum zweiten Branchentreffen zur Windenergie eingeladen.

Europaparlament und Mitgliedstaaten einigen sich auf EU-Haushalt 2020

Kurz vor Fristablauf haben sich das Europaparlament und die Mitgliedstaaten auf den EU-Haushalt für das kommende Jahr geeinigt. Wie die EU-Kommission mitteilte, einigten sich beide Seiten auf eine Obergrenze von 168,7 Milliarden Euro. Dies sind 1,5 Prozent mehr als 2019. Vertreter des Europaparlaments lobten an dem Kompromiss zusätzliche Mittel für den Kampf gegen den Klimawandel und die Jugendförderung.

China besteht auf alleinige Entscheidungsgewalt über Hongkong-Verfassung

China hat darauf bestanden, die alleinige Autorität über Hongkongs Verfassung zu besitzen. Der chinesische Volkskongress sei die einzige Institution, die Entscheidungen über die Verfassung der Sonderverwaltungszone treffen könnte, sagte Parlamentssprecher Zang Tiewei laut staatlichen chinesischen Medien. Hintergrund ist das Urteil des Obersten Gerichts in Hongkong, das im Rahmen der seit Monaten andauernden Proteste verhängte Vermummungsverbot am Vortag aufgehoben hatte.

USA betrachten jüdische Siedlungen nicht mehr als völkerrechtswidrig

Die USA betrachten die jüdischen Siedlungen im Westjordanland nicht länger als völkerrechtswidrig. US-Außenminister Mike Pompeo sagte in Washington, nach Analyse der Rechtslage sei seine Regierung zu dem Schluss gelangt, dass die jüdischen Siedlungen in dem Palästinensergebiet nicht "per se" im Widerspruch zum internationalen Recht stünden. Pompeo verkündete damit eine wichtige Wende in der US-Nahostpolitik.

IAEA: Irans Schwerwasser-Bestände höher als in Atomabkommen erlaubt

Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) den im Atomabkommen festgelegten Grenzwert für Schwerwasser-Bestände überschritten. Bei einer Kontrolle durch die IAEA seien Bestände in Höhe von 131,5 Tonnen festgestellt worden, teilte die Behörde in Wien mit. Laut dem internationalen Atomabkommen darf der Iran maximal 130 Tonnen schweres Wasser besitzen, mit dem Plutonium für die Herstellung von Atomwaffen produziert werden kann.

USA verkünden Aufhebung der Sanktionsausnahme für Irans Atomanlage in Fordo

Die USA haben verkündet, die Sanktionsausnahme für die iranische Atomanlage Fordo zurückzunehmen. Der Verzicht auf Sanktionen werde zum 15. Dezember 2019 beendet, sagte US-Außenminister Mike Pompeo auf einer Pressekonferenz. Der Iran hatte die Urananreicherung in der Atomanlage in der Nähe von Teheran offiziell in der vergangenen Woche wiederaufgenommen. Der Schritt der US-Regierung soll die Arbeit des staatlichen russischen Energiekonzerns Rosatom am einst geheimen Standort Fordo verhindern.

Tillerson übt indirekt Kritik an Trumps Vorgehen in Ukraine-Affäre

Der ehemalige US-Außenminister Rex Tillerson hat indirekt Kritik an Donald Trumps Handeln in der Ukraine-Affäre geübt. "Es ist offensichtlich falsch, um persönliche Gefälligkeiten zu bitten und Vermögenswerte der Vereinigten Staaten als Sicherheit zu verwenden", sagte Tillerson dem Fernsehsender PBS ohne den Namen des US-Präsidenten zu nennen oder auf Details des Vorfalls einzugehen.

Trumps Arzt weist Spekulationen über dessen Gesundheit zurück

Das Weiße Haus ist Spekulationen über mögliche Gesundheitsbeschwerden von US-Präsident Donald Trump entgegengetreten. Es veröffentlichte einen Bericht von Präsidentenarzt Sean Conley, in dem dieser Trumps Krankenhausaufenthalt am Wochenende als "geplant" und "routinemäßig" beschrieb. "Entgegen einiger Spekulationen hatte der Präsident keine Brustschmerzen", schrieb Conley darin. Er sei auch nicht wegen "dringlicher oder akuter" Gesundheitsprobleme behandelt worden.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweiz Okt Handelsbilanz Überschuss 2,389 Mrd CHF

DJG/DJN/AFP/apo

END) Dow Jones Newswires

November 19, 2019 03:00 ET ( 08:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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