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US-Banken eröffnen Berichtssaison – mit guten Vorzeichen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der größten US-Bank JPMorgan haben am Donnerstag weitere Geldhäuser kräftige Gewinnsprünge gemeldet. Der Grund: Eine sich erholende Wirtschaft lässt zu, dass die Banken ihre Rückstellungen für Kreditausfälle auflösen können. Gute Vorzeichen für die Berichtssaison.

Bank of America mit riesigem Überschuss

Die Corona-Krise rückt in die Vergangenheit und es fallen absehbar doch nicht so viele Kredite aus wie zwischenzeitlich befürchtet. Das lieferte beispielsweise der Bank of America die Möglichkeit, Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 624 Millionen US-Dollar aufzulösen. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 1,4 Milliarden Dollar in die Risikovorsorge gesteckt. Weil jetzt auch die Einnahmen stärker sprudelten, sprang der Überschuss nun um 58 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar nach oben.

Die Erträge - also die gesamten Einnahmen der Bank - legten um 12 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar zu. Das lag nicht zuletzt am Investmentbanking: Hier legten die Gebühreneinnahmen um 23 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar zu und erreichten damit den Angaben zufolge fast ein Rekordniveau.

Morgan Stanley mit starkem Investmentbanking

Auch Morgan Stanley profitierte in den Monaten Juli bis September vom Investmentbanking und der Vermögensverwaltung. Dem Finanzkonzern spielte insbesondere der Boom bei Börsengängen, Fusionen und Übernahmen in die Karten, an dem Banken durch Gebühren gut verdienen. Allein im Investmentbanking schossen die Einnahmen um gut zwei Drittel auf 2,85 Milliarden Dollar hoch.

Wells Fargo mit den alten Problemen

Beim Konkurrenten Wells Fargo war die Auflösung der Risikovorsorge sogar der Hauptgrund für den Gewinnsprung von 59 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Denn die Erträge der Bank gingen im Jahresvergleich um 2,5 Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar zurück. Allerdings löste das Institut Rückstellungen für gefährdete Kredite im Umfang von 1,4 Milliarden US-Dollar auf.

Jedoch schlug Wells Fargos Skandal um fingierte Kontoeröffnungen ein weiteres Mal negativ zu Buche – diesmal mit 250 Millionen Dollar. Das Geldhaus hatte 2016 zugegeben, dass Mitarbeiter in großem Stil Bank- und Kreditkartenkonten eröffnet hatten, die nicht von Kunden autorisiert waren. Die Affäre hat die Bank bereits mehr als 5 Milliarden Dollar gekostet.

Banken als früher Indikator

Die zu Beginn der Berichtssaion vorgelegten Zahlen der US-Banken sind traditionell ein guter Indikator, was Anleger in den nächsten Wochen erwarten können. Diesmal stehen die Zeichen klar auf stark steigenden Gewinnen. Tatsächlich erwartet der Analystenkonsens für die im S&P 500 abgebildeten Unternehmen ein Gewinnwachstum von knapp 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit Material von dpaAFX.
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