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Volkswagen: Die Chance und das Problem

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Volkswagen erwartet in China "beträchtliches Wachstum" und steigende Marktanteile. Doch auch auf seinem wichtigsten Markt hat der Autobauer mit einem Problem zu kämpfen, dass die gesamte Produktion behindert.

"Es gibt gute Gründe, dass sich die Volkswagengruppe besser entwickeln kann als der Gesamtmarkt", sagte China-Chef Stephan Wöllenstein am Mittwoch. Fast jedes fünfte neu verkaufte Auto (19,3 Prozent) in China stammt heute von der Volkswagengruppe. Der Anteil Chinas am weltweiten Volkswagengeschäft liegt nach Angaben Wöllensteins bei 30 bis 40 Prozent.

Der größte Automarkt der Welt soll laut Volkswagen in diesem Jahr ähnlich schnell wie die zweitgrößte Volkswirtschaft insgesamt wachsen. Experten sagten für China ein Wachstum von mehr als acht Prozent voraus.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass China nicht nur Covid-19 wirklich überwunden hat, sondern mehr noch den kurzfristigen Abschwung, der mit den Handelsspannungen zwischen den USA und China 2018 begonnen hat", sagte Wöllenstein. Der Markt werde 2021 über das Niveau von 2019 vor der Corona-Krise hinauswachsen.

Mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie war der Absatz der Volkswagengruppe in China im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent und der Automarkt insgesamt um sechs Prozent geschrumpft, während die Gesamtwirtschaft hingegen um 2,3 Prozent zugelegt hatte.

Mangel an Chips

Wöllenstein beklagte aber einen "bedeutenden Mangel an elektronischen Teilen" durch die Verknappung von Halbleiter-Modulen, der zu verzögerten Auslieferungen führe. Die Probleme dürften im ersten Quartal anhalten und erst im zweiten Quartal überwunden werden. "Es lässt sich sehen, wie verletzlich heute Industrien sind, wenn nur ein Chip fehlt", sagte Wöllenstein.

Neue Chance Elektomobilität

Die Volkswagengruppe will auch vom starken Wachstum der Elektromobilität in China profitieren. Von 25 neuen Modellen werden in diesem Jahr 13 auch elektrisch betrieben. Obwohl der Gesamtmarkt schrumpfte, stieg der Absatz elektrisch und hybrid betriebener Autos (NEV) im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent auf 1,15 Millionen.

Bis 2025 will die Regierung in Peking den Anteil elektrisch betriebener Autos am Markt auf 20 Prozent steigern. Der Volkswagenkonzern strebt dann den Verkauf von 1,5 Millionen NEV-Autos an.

Mit Material von dpaAFX.
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