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Aktien - Basiswissen

Was ist ein Börsencrash?

Ein Börsencrash bezeichnet einen starken Rückgang der Börsenkurse, der durch Massenverkäufe ausgelöst wird. Zum ersten großen Börsencrash kam es im Jahre 1636. Dieser wurde allerdings nicht durch Aktien sondern Tulpenzwiebeln als Spekulationsobjekt ausgelöst. Tulpen galten in der damaligen Zeit bei der bürgerlichen Oberschicht als Kunst- und Sammelobjekte von großem Wert. Vor allem Tulpenzwiebeln aus dem asiatischen Raum waren gefragt und verteuerten sich in kurzer Zeit. Kauften zu beginn lediglich Kunstliebhaber, wollten im weiteren Verlauf immer mehr Menschen von den rasanten Preissteigerungen profitieren und so wurden Tulpenzwiebeln mehr und mehr zum Spekulationsobjekt. An den holländischen Handelsplatzen kostete eine einzige Tulpenzwiebel bald soviel wie eine Herde von ca. 100 Rindern. Nicht zuletzt daraus entwickelte sich gegen Ende des Jahres 1636 Skepsis darüber, ob solche Preisverhältnisse überhaupt zu vertreten sind. Dieses Gefühl der Skepsis wurde nach und nach durch die Angst abgelöst, dass die Preise für Tulpenzwiebeln fallen könnten. Panikartig versuchten die Spekulanten daraufhin ihre Tulpenzwiebeln zu veräußern. Dieses plötzliche Überangebot hatte rapide Kursstürze an den Handelsplätzen zur Folge und führte zu einer Vielzahl von Insolvenzen, derjenigen die ihr gesamtes Vermögen, in inzwischen wertlos gewordene, Tulpenzwiebeln investiert hatten. Es entwickelte sich eine Wirtschaftkrise die sich über das gesamte Land erstreckte. Auch die Börsencrashs von 1929 und 2000 folgten ähnlichen Strukturen. Lediglich das Spekulationsobjekt war ein anderes. So wurden nicht die Preise von Tulpenzwiebeln in die Höhe getrieben, sondern 1929 Aktien der Elektronikbranche und im Jahre 2000 Aktien der Internetbranche.

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