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Anleihen - Basiswissen

Nominalzins und Zinszahlungen

Nominalzins (Kupon)

Als Vergütung für das zeitweise Verleihen eines Geldbetrages bekommt der Anleger (der Gläubiger) vom Emittenten (Schuldner) eine Vergütung in Form der Zinszahlung. Die Höhe des Zinses, die der Anleger vom Emittenten auf den Nennwert oder den Nominalwert der Anleihe erhält, ist in den Anleihe-Bedingungen festgehalten.
Der Nominalzins wird im Kupon oder auch Coupon (Zinsschein) festgelegt. In einer Zeit, als es noch effektive (gedruckte) Anleihen gab, bestand das physische Papier aus einem Mantel (Urkunde) und einem Bogen. Der Mantel entspricht dem eingezahlten Kapital, während der Bogen mit den Zinsscheinen den Ertrag verkörpert. Früher wurden diese Zinsscheine mit einer Schere jährlich abgetrennt ("Kupon-Schnippler"). Nach Vorlage des Zinsscheins (Kupon) bei der Bank erhielt der Anleger seine Zinsen bar ausgezahlt. Aus steuerlichen und verwaltungstechnischen Gründen geschieht dies heute nicht mehr manuell, sondern computerisiert und durch Überweisung. Außerdem geben die Emittenten aus Kostengründen nur noch selten effektive (gedruckte) Anleihe aus.

Die Auszahlung des Zinses erfolgt meisten einmal jährlich, in wenigen Fällen mehrmals pro Jahr. Diese Art der Auszahlung während der Laufzeit ist die häufigste Form bei fest verzinslichen Wertpapieren als auch bei Anleihen mit einem variablen Zinssatz, den sogenannten Floatern.

Laufende Verzinsung

Der Nominalzins kann allerdings von der laufenden Verzinsung während der Restlaufzeit als Folge eines schwankenden Anleihenkurses zum Nennwert abweichen. Tatsächlich sagt der Nominalzins oder Kupon nur eingeschränkt etwas über die Verzinsung aus. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf die laufende Verzinsung ist der aktuelle Kurswert. Die laufende Verzinsung resultiert aus dem Verhältnis zwischen dem Nominalzins (Kupon) und dem aktuellen Kurs der Anleihe. Die laufende Verzinsung errechnet sich wie folgt:

(Nominalzins (Kupon) % /aktueller Anleihenkurs) x 100% = Laufende Verzinsung

Rendite

Um unterschiedlich ausgestattete und bewertete Anleihen vergleichen zu können, ist die Angabe der Rendite (Effektivzins) wichtig. Sie zeigt dem Anleger die tatsächliche Verzinsung seines Kapitals mit einem Prozentwert an. Anders als bei dem bereits bei Emissionsbeginn feststehenden Zinskupons, beeinflusst neben dem Nominalzins (Kupon) auch der Kursverlauf sowie die Laufzeit der Anleihe die Rendite einer Anleihe.

Es sind mehrere Berechnungsmethoden für die Rendite bekannt. Um einen Näherungswert zu erhalten, eignet sich einer der Renditerechner auf den Webseiten der Banken oder Börsen oder folgende Faustformel:

Rendite = 100% x (Nominalzins + (Verkaufskurs - Kaufkurs )/Laufzeit)/ Kaufkurs %

Tatsächlich erfolgt die Rendite-Berechnung gemäß der entsprechend der ISMA-Methode (International Securities Market Association, Regel 803, Standard Maturity Yield Definition ) unter Berücksichtigung der täglichen Stückzinsen. Als Länge der Periode zwischen zwei Zinszahlungsterminen wird generell ein Jahr angenommen.

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