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Anleihen - Basiswissen

Was ist ein Pfandbrief?

Ein Pfandbrief ist eine Anleiheform, deren Deckung auf Grundstücke oder Immobilien beruht. Pfandbriefe werden von Hypothekenbanken, Schiffsbanken und einigen öffentlich-rechtlichen Emittenten herausgegeben. Die Hauptgeschäftstätigkeit besteht darin, Immobilien zu beleihen und durch die erworbenen Hypothekenrechte Pfandbriefe auszugeben und dem Bund, den Ländern und Gemeinden Kredit zu gewähren.
Die Pfandbriefe gehen auf Friedrich dem Großen (1712 bis 1786) zurück. Nach den schlesischen Kriegen gegen Maria Theresia ließ er zum Wiederaufbau des Landes 1769 die "Schlesische Landschaft" gründen, in dem sich alle Gutsbesitzer mit ihren Ländereien. Es handelt sich dabei um das älteste deutsche Realkreditinstitut. Es sollte die Kreditversorgung der preußischen Gutsbesitzer wieder herstellen und langfristig sichern. Die Schlesische Landschaft vergab selbst keine Kredite, trat allerdings zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber auf und garantierte die Zahlungsforderungen der Kreditgeber.

Aufgrund der besonderen Sicherheitsregeln gelten die Pfandbriefe als sehr sicher. Das liegt nicht zuletzt an den besonderen Sicherheitsregeln, die in dem 1899 entstandenen Hypothekenbankgesetz zusammengefasst sind. Darin sind das so genannte Deckungsprinzip und das Kongruenzprinzip verankert. Das Deckungsprinzip garantiert, dass der Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Pfandbriefe von mindestens gleichem Zinsbetrag gedeckt sein müssen. Außerdem darf der Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Pfandbriefe das 60-fache des eingezahlten Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Die Hypothekenbanken müssen zudem darauf zu achten, dass die Laufzeiten aller ausgegebenen Pfandbriefe und der Kredite in etwa übereinstimmen (Laufzeitkongruenz).
In dem Befriedungsvorrecht hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass im Falle eines Konkurses einer Hypothekenbank den Pfandbrief-Gläubigern vor allen anderen Gläubigern ein Konkursvorrecht (Befriedigungsvorrecht) an den im Deckungsregister eingetragenen Werten zusteht. Einen Konkurs solle es in den vergangenen 100 Jahren noch nicht gegeben haben. Daher haben die Emittenten der Pfandbriefe in der Regel eine gute Bonität.
Eine Sonderform sind die so genannten Jumbo-Pfandbriefe. Sie unterliegen standardisierten Emissionsbedingungen. So müssen diese Pfandbrief ein Mindestemissionsvolumen von 1,0 Milliarde Euro haben. Außerdem müssen drei verschiedene Market-Maker den institutionellen Marktteilnehmern auf Anfrage verbindliche Geld- und Briefkurse innerhalb es festgelegten Spreads (Differenz zwischen Ankauf- und Verkaufskurs) geben können.

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