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Anleihen - Basiswissen

Was ist eine Aktienanleihe?

Aktienanleihen, von den Spezialisten auch Reverse Convertible Bonds genannt, beziehen sich auf eine bestimmte Aktie wie Allianz, Bayer oder DaimlerChrysler und locken mit einer überdurchschnittlichen Rendite, die bis zu acht Prozent über der von Bundesanleihen vergleichbarer Laufzeit liegen kann.
Aktienanleihen sind aber nur auf den ersten Blick mit einem fest verzinslichen Papier, als einer Bundesanleihe oder einem Pfandbrief zu vergleichen. Während der Kupon vom Emittenten einer Anleihe in der Regel am Ende der Laufzeit garantiert ausgezahlt wird, ist die Rückzahlung der Aktienanleihe eng an eine Aktie gekoppelt, die der Aktienanleihe zu Grunde liegt. Daher sind im Vergleich zur Bundesanleihe höhere Zinsen möglich. Die Aktienanleihe ist von der Grundstruktur zwar eine Schuldverschreibung. Anders als Aktien oder normale Anleihen wird diese Produktform aus verschiedenen Instrumenten zusammengesetzt, um die von den Strategen der Bank gewünschte Eigenschaft zu erzielen. Die Aktienanleihe besteht aus einer Schuldverschreibung und einer Terminmarktkonstruktion (Verkaufs-Option) und wird daher als strukturiertes Produkt bezeichnet.

Die Aktie, auf die sich eine Aktienanleihe bezieht, wird von den Spezialisten als Basiswert bezeichnet. Basiswerte können Standardwerte aus dem DAX wie BASF, Deutsche Telekom oder Siemens sein, aber auch europäische Blue Chips wie Nokia.
Während der Emittent den Zinskupons auf jeden Fall am Ende der Laufzeit bezahlt, kann er den einmal eingezahlten Betrag wahlweise entweder in bar zurückzahlen oder er liefert dem Inhaber der Aktienanleihe eine zuvor bestimmte Anzahl von Aktien, auf die sich die Aktienleihe bezieht. Vor der Ausgabe der Anleihe legt der Emittenten den Zinskupon und den so genannten Basispreis fest. Dieser Basispreis bestimmt am Ende der Laufzeit die Art der Rückzahlung der Aktienanleihe. Notiert die Aktie am Stichtag auf oder über dem jeweiligen Basispreis, zahlt die Bank die Anleihe zum Nennwert in bar zurück, steht der Aktienkurs unter dem Basispreis, liefert der Emittent eine festgelegte Zahl von Aktien. Der Betrag, den die Bank dem Anleger dann am Ende der Laufzeit zurückzahlt, errechnet sich aus der vertraglich vereinbarten Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Tageskurs. Da die Art der Rückzahlung der Aktienanleihe an die Kursentwicklung der ihr zu Grund liegenden Aktie gekoppelt ist, sollte der Anleger eine Meinung über die künftige Entwicklung der Aktie bis zum Ende der Laufzeit des Zertifikats haben.

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