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Fonds - Basiswissen

Wie und wo kauft/verkauft man Fonds?

Ganz klassisch lassen sich Investmentfonds bei jeder Bank- oder Sparkasse direkt am Schalter bzw. im Beratungszimmer erwerben. Der Vorteil ist dabei sicherlich die persönliche Beratung durch den Kundenberater. Gut informierten Anlegern sei von dieser Vorgehensweise allerdings abgeraten, da sie mit erheblichen Kosten verbunden ist. So wird beim Kauf "vor Ort" fast grundsätzlich der volle Ausgabeaufschlag fällig, der bei Aktienfonds durchaus bei über 5 % liegen kann. (Bei größeren Anlagebeträgen lassen viele Kundenberater mit sich handeln). Außerdem konzentriert sich die Beratung oft auf hauseigene Produkte, die nicht zwangsläufig die besten sein müssen.

Deutlich günstiger ist der Erwerb von Investmentanteilen bei Direktbanken und Discountbrokern. Diese verzichten bei einem großen Teil ihrer Fondspalette auf bis zu 75 % des Ausgabeaufschlags, wobei in der Mehrzahl der Fälle die Rabattierung zwischen 25 und 50 % liegt. Bisweilen finden sich jedoch auch Produkte im Angebot, die gänzlich ohne zusätzliche Kosten erworben werden können. Dabei handelt es sich allerdings meist um zeitlich befristete Werbekampagnen oder Ladenhüter aus dem eigenen Konzern. Niedrige Ausgabeaufschläge allein dürfen deshalb nie der Grund für die Wahl eines bestimmten Fonds sein. Viele Onlinebanken bieten beim Fondskauf inzwischen übrigens auch Beratung an.

Noch etwas günstiger kommen gut informierte und aktiv agierende Investoren über Fondsvermittler aus dem Internet (auch Fondsboutiquen) zum Zuge. Da entsprechende Anbieter häufig über eine extrem schlanke Kostenstruktur verfügen, können sie von der Vermittlungsprovision - und nichts anderes ist der Ausgabeaufschlag - noch eine Nuance mehr weitergeben. Der Markt ist allerdings sehr unübersichtlich, weshalb es nicht immer leicht ist, den Anbieter zu finden, der die eigenen Bedürfnisse bezüglich Kostenstruktur und Service optimal befriedigt.

Eine weitere, von den bisher beschriebenen Arten etwas abweichende Möglichkeit des Fondskaufs, ist der Gang über die Börse. In Deutschland ist dieser Erwerbsweg seit dem Jahr 2000 für eine kontinuierlich steigende Anzahl von Fonds möglich. Kauf- und Verkaufsabwicklung erfolgen dabei analog zu denen einer herkömmlichen Aktienorder, und auch die anfallenden Transaktionsgebühren liegen in vergleichbarer Höhe. An der Fondsbörse Deutschland am Börsenplatz Hamburg werden aktuell mehr als 1.000 Investmentfonds gehandelt.

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