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Rohstoffe - Basiswissen

Welche Aussagekraft haben die Daten des Commitment of Trade CoT?

Die „CoT-Daten“ geben die Positionierung der Teilnehmer an den amerikanischen Terminmärkten an und werden einmal pro Woche veröffentlicht. Bei den Händlergruppen unterscheidet man die „Commerials“, die „Large Speculators“ sowie sie „Small Speculators“. Erstere nutzen die Terminmärkte als Absicherung ihres originären Geschäfts. Häufig sind dies Rohstoff-Produzenten, aber auch Großverbraucher. Als „Large Speculators“ bezeichnet man finanzkräftige Investment-Fonds und die Klein-Spekulanten sind in erster Linie erfahrene Privatanleger. Angegeben werden immer die Netto-Positionierung der einzelnen Gruppen, also der Saldo zwischen allen Long- und Short-Engagements.

Wichtig zu wissen, ist in diesem Zusammenhang, dass die kommerziellen Händler bei Rohstoffen antizyklisch agieren: Sind die Preise vergleichsweise niedrig, verkaufen die Produzenten nur geringe Mengen, die Verbraucher jedoch decken sich zu den günstigen Kursen ein. Dies führt dazu, dass diese Gruppe in solchen Fällen eine Netto-Short-Position aufweist. Netto-Short-Positionen der kommerziellen Hedger sind somit ein Anzeichen für eine Unterbewertung eines Rohstoffs. Die Fonds handeln demgegenüber zyklisch. Steigen die Kurse, baut diese Gruppe Long-Positionen auf, die mit immer weiter anziehenden Notierungen verstärkt werden. Sehr hohe Long-Positionen der Fonds deuten also auf eine gewisse überkaufte Situation hin.

Richtig interessant sind die CoT-Daten vor allem, wenn sie ein Extremniveau erreicht haben: Halten die „Commercials“ beispielsweise eine historisch hohe Netto-Short-Position und die Fonds im Gegenzeug eine beträchtliche Netto-Long-Position, ist der „Bullenmarkt“ bereits sehr weit fortgeschritten und eine kräftige Abwärtskorrektur könnte in absehbarer Zeit anstehen. Mit steigenden Kursen kann gerechnet werden, wenn die „Hedger“ stark auf der „langen Seite“ und die Fonds auf der „kurzen Seite“ vertreten sind. Allerdings: Der „Stein der Weisen“ sind die CoT-Daten sicherlich nicht. Sie als alleinige Grundlage einer Investment-Entscheidung zu machen, ist gefährlich. Die Daten sollten als das betrachtet werden, was sie sind: Eins von mehreren Analyse-Instrumenten.

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