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Rohstoffe - Basiswissen

Welche Rohstoffe haben auf lange Sicht das größte Kursteigerungspotenzial?

Das größte Kurssteigerungspotenzial hat längerfristig ohne Zweifel das „schwarze Gold“. Die vorhandene Menge an Rohöl ist begrenzt und die Nachfrage steigt nicht zuletzt in den Boom-Regionen China und Indien kontinuierlich. Bereits heute ist „Peak Oil“ (Zeitpunkt, zu dem die Förderung den Bedarf nicht mehr decken kann) absehbar. Spätestens dann beginnt der oft zitierte „Kampf um die letzten Tropen Öl“. Einziger Hoffnungsschimmer wäre eine Substitution vor allem bei Benzin und Heizöl. Denn die Verbrennung eines so wichtigen Rohstoffs wie Öl kann man mittlerweile nur noch als grob fahrlässig bezeichnen. Derzeit ist dies jedoch noch nicht wirklich absehbar.

Erste zaghafte „Gehversuche“ stellt die Möglichkeit dar, Autos mit aus Zucker und Mais gewonnenem Ethanol oder Biodiesel zu betreiben. Der ganz große Durchbruch blieb bislang jedoch aus und es ist fraglich, ob dieser überhaupt kommt. Dennoch sind wir in Bezug auf Agrar-Rohstoffe ebenfalls verhalten optimistisch. Wir rechnen zumindest damit, dass Biokraftstoffe sich zu einer echten Ergänzung entwickeln werden. Dadurch wird der Bedarf an stärkehaltigen „Soft Commodities“ wie Zucker oder Getreide zunehmen. Dass dies aber nicht zwangsläufig zu dauerhaften Kurs-Steigerungen führen muss, erlebten wir vor allem bei Zucker. Die bemerkenswerte „Rallye“ im zweiten Halbjahr 2005 führte zu einer enormen Ausweitung der Anbaukapazitäten und zu einem massiven Überangebot. Ähnlich lief es in diesem Jahr bei Mais. Agrar-Rohstoffe eignen sich generell nur begrenzt für Langfrist-Investments, weil in diesem Bereich schnell auf eine höhere Nachfrage mit steigendem Angebot reagiert werden kann. Allerdings werden wir uns in Zukunft dank des Klimawandels wohl vermehrt auf Ernteausfälle infolge von Dürren und anderen Katastrophen einstellen müssen. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung unaufhörlich und die Ackerflächen gehen zurück. Gut Voraussetzungen also für längerfristig steigende Agrar-Preise.

Bei Metallen sehen wir auf Sicht von mehreren Jahren Rückschlag-Potenzial. Die gegenwärtigen Preise sind sehr hoch und spätestens, wenn es zu einer konjunkturellen Abkühlung kommt, sollte die Nachfrage erkennbar sinken. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren neue Vorkommen erschlossen, so dass mit einer Ausweitung des Angebots zu rechnen ist, die in einigen Bereichen bereits ab dem kommenden Jahr spürbar sein dürfte.

Für interessant halten wir schließlich noch Uran. Die Renaissance der Kernkraft wird weltweit nicht aufzuhalten sein. Demgegenüber sollte sich das Angebot nach wie vor in Grenzen halten, weil viele Länder aus ökologischen Gründen keine Abbau-Genehmigungen erteilen.

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