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1&1 Drillisch: TecDAX-Konzern im Aufwind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach Jahren der Krise steht der Telekommunikationskonzern 1&1 Drillisch augenscheinlich vor dem Durchbruch. Während das Unternehmen zuletzt wichtige Partnerschaften knüpfte, dürfte der Umsatz im Service-Segment im vergangenen Geschäftsjahr weiter zugelegt haben. Allerdings verursacht der 5G-Ausbau nach wie vor hohe Kosten. 

Netzausbau schreitet dank Partnerschaften weiter voran 

Die 1&1 Drillisch AG weitet ihr Glasfaser-Angebot aus und wird zukünftig sämtliche VDSL- und FTTH-Vorleistungen (Fiber to the Home / "FTTH") von ihrer Schwestergesellschaft 1&1 Versatel erhalten. Zu diesem Zweck hat 1&1 Drillisch mit 1&1 Versatel den langfristigen Bezug von FTTH- und VDSL-Komplettpaketen inkl. Voice und IP-TV ab dem 1. April 2021 vereinbart.

Parallel dazu hat 1&1 Versatel mit der Deutschen Telekom einen Vertrag über die Nutzung derer FTTH- und VDSL-Haushaltsanschlüsse geschlossen. Diese ermöglichen 1&1 Versatel die Bereitstellung von FTTH-/VDSL-Komplettpaketen für 1&1 Drillisch, da das bundesweite Transportnetz von 1&1 Versatel weitgehend mit den regionalen Breitband-Netzen der Deutschen Telekom verbunden ist. Die FTTH-/VDSL-Vereinbarung mit der Deutschen Telekom läuft 10 Jahre.

Darüber hinaus hat 1&1 Drillisch das National Roaming-Angebot von Telefónica Deutschland vom 5. Februar 2021 verbindlich angenommen. Die Unternehmen verlängern ihre langfristige Partnerschaft durch die Umwandlung des aktuellen MBA-MVNO-Vertrags in ein National Roaming Agreement (NRA). Das NRA unterstreicht die strategischen Ziele beider Partner: Telefónica Deutschland erhält mehr Klarheit für ihre Finanz- und Netzplanung, während 1&1 Drillisch den Ausbau des eigenen Netzes angehen kann. 

Vorläufige Jahreszahlen liegen vor

1&1 Drillisch wird die Abschreibung für nicht mehr genutzte VDSL-Kontingente zum 31. Dezember 2020 bilanzieren. Nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen bestätigt 1&1 Drillisch die EBITDA-Prognose 2020 – ohne diesen einmaligen Sondereffekt – in Höhe von rund 600 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der einmaligen, nicht-cashwirksamen Ausbuchung beträgt das EBITDA noch 470 Millionen Euro. 

Die übrigen vorläufigen Kennzahlen zeigen, trotz negativer Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, eine positive Entwicklung. So wuchs der Umsatz 2020 um drei Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro. Der Service-Umsatz zog dabei um 2,6 Prozent auf rund drei Milliarden Euro an. Die Zahl der Kundenverträge legte um 500.0000 auf 14,8 Millionen zu.

Weiteres Wachstum erwartet

Im Geschäftsjahr 2021 erwartet 1&1 Drillisch einen Anstieg des Service-Umsatzes auf 3,1 Milliarden Euro (2020 vorläufig: 3,0 Milliarden Euro). Das EBITDA soll auf rund 650 Millionen Euro steigen (2020 vorläufig: 600 Millionen Euro). In dieser Prognose sind erwartete negative Umsatz- und Ergebniseffekte aus der Coronavirus-Pandemie in Höhe von 25 Millionen Euro enthalten sowie initiale Kosten für den 5G-Netzaufbau von 30 Millionen Euro.

1&1 Drillisch führt die Gewinnerliste an

Zeitweise legte die 1&1-Drillisch-Aktie -1,05% zum Wochenauftakt um 5,6 Prozent auf 22,97 Euro zu. Damit kletterte die Aktie auf ein neues Zwischenhoch seit dem September-Gap, das im Bereich von 23,74 bis 20,37 Euro verläuft und führte die Gewinnerliste im TecDAX an. 

Sechs-Monats-Chart 1&1 Drillisch (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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