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1&1 Drillisch und United Internet machen Freude

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein solides erstes Quartal hat am Mittwoch den Anlegern von United Internet und der Mobilfunk-Tochter 1&1 Drillisch in unruhigen Wirtschaftszeiten Kursgewinne beschert. Vor allem die Aktien des Mutterkonzerns stemmten sich gegen den ansonsten schwachen Markttrend, indem sie im MDAX +1,19% deutlich vorrückten. Sie erreichten ein neues Hoch seit Oktober vergangenen Jahres, als wegen einer gesenkten Gewinnprognose eine große Kurslücke gerissen wurde (siehe Chart unten). Um diese Lücke zu schließen, fehlen der Aktie nun weniger als zwei Euro.

Rückenwind gaben United Internet, die um mehr als vier Prozent auf 34,16 Euro zulegten, aktuelle Zahlen zum ersten Quartal mit einer mehr oder weniger erwartungsgemäßen Umsatz- und Gewinnsteigerung. Die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr konzernweit um vier Prozent zu, das operative Ergebnis dagegen stagnierte. Unter Vorbehalt blieb der Konzern aus Montabaur bei seinen Jahreszielen. Das Management betonte zwar gewisse Unsicherheiten wegen der Coronavirus-Krise. Goldman-Sachs-Analyst Andrew Lee sah die Bestätigung in einem ersten Kommentar aber dennoch als ermutigend an.

Während United-Internet-Aktien -1,03% den virusbedingten Crash von Ende Februar und Ende März nun wieder vollständig ausgeglichen hat, müssen die Papiere des Ablegers 1&1 Drillisch -0,64% hier noch ein paar Schritte gehen. Am Mittwoch folgten sie der positiven Tendenz bei der Konzernmutter mit reduziertem Schwung, indem sie im SDAX +1,25% um 0,7 Prozent auf 21,41 Euro stiegen. Hier bedeutete dies den höchsten Stand seit Ende Februar. Gut laufende Geschäfte bei 1&1 waren im ersten Quartal eine Stütze für den United-Gesamtkonzern.

12-Monats-Chart United Internet (in Euro)


Analyst Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies sieht beide Unternehmen nach dem ersten Quartal operativ auf einem guten Weg. Die strategisch wichtigen Themen - der Streit mit Telefonica über die Höhe der Netzmiete und der Aufbau eines eigenen deutschen Mobilfunknetzes - befänden sich aber ohne Neuigkeiten in der Warteschleife.

Goldman-Experte Lee merkte zum Ausblick an, dass United Internet die Corona-Krise nur wenig zu spüren bekomme. Er verwies darauf, dass die virusbedingten Beschränkungen in Deutschland schneller gelockert würden als in vielen anderen europäischen Ländern - ein Fakt, der den Konzern optimistisch stimme, dass das im zweiten Quartal einen ähnlichen Trend nehme wie in den ersten drei Monaten.

Für Investoren wäre es ein wichtiges Signal, wenn United Internet die Kurslücke aus dem Oktober schließt und so die Scharte nach einer damals vorgenommenen Prognosesenkung auswetzt. Danach wird es sich neu entscheiden, ob die Papiere ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen oder den Zenit erreicht haben. Zum bisherigen Rekord, den sie Anfang 2018 bei knapp 60 Euro markierten, bleibt es aber noch ein langer Weg. (Mit Material von dpa-AFX)

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