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5 Aktien mit niedrigen Kursen und hohen Renditen

5 Aktien mit niedrigen Kursen und hohen Renditen

5.4.2023 12:30:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 4 min.

Aktien von Basiskonsumgütern gelten als defensiv, vor allem in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten. Aber der Sektor ist im Moment nicht billig. Barronʼs hat daher 5 Konsumgüterunternehmen ausfindig gemacht, die zu attraktiven Preisen gehandelt werden und sowohl Schutz vor Kursverlusten als auch verlässliche Renditen bieten sollten.

Von Lawrence C. Strauss
Barron’s
Übersetzung: Thomas Steer

Die Konsumgüterbranche ist in diesem Jahr hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben, wird aber immer noch mit einem leichten Aufschlag gehandelt. Der Consumer Staples Select Sector SPDR Fund wird mit dem 20,6-Fachen der für dieses Jahr geschätzten Gewinne gehandelt; der SPDR S&P 500 ETF Trust wird dagegen mit fast dem 19-Fachen gehandelt.

Für sein Aktien-Screening hat Barronʼs nach Basiskonsumgüteraktien im S&P 500 gesucht, die ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 15 (basierend auf den diesjährigen Gewinnschätzungen von FactSet) und eine Rendite von mindestens 3 Prozent aufweisen.

Das Screening ergab die folgenden 5 Unternehmen: Altria Group, Walgreens Boots Alliance, Kraft Heinz, Conagra Brands und Molson Coors Beverage.

Die Altria Group, die Marlboro-Zigaretten herstellt, rentiert mit 8,4 Prozent am höchsten unter den Aktien in diesem Screening.

Eine so hohe Rendite kann Zweifel an der Sicherheit der Dividende aufkommen lassen. Zudem hat das Unternehmen mit einem lang anhaltenden Absatzrückgang bei Zigaretten zu kämpfen. Das Unternehmen versucht daher, auf rauchfreie Produkte umzustellen.

CEO Billy Gifford erklärte jedoch kürzlich gegenüber Barronʼs, dass es äußerst wichtig sei, die Dividende beizubehalten.

„Das hat für die Anleger und für uns oberste Priorität“, sagte er.

Die Aktie ist in diesem Jahr einschließlich der Dividenden um etwa 0,7 Prozent gefallen.

Der Gesundheitsdienstleister und Apothekenbetreiber Walgreens Boots Alliance bietet eine Rendite von 5,4 Prozent.

In seinem letzten Geschäftsquartal verzeichnete das Unternehmen einen Gewinn von 1,16 Dollar pro Aktie. Das war weniger als die 1,59 Dollar pro Aktie, die es im Vorjahr verdient hatte, aber es lag ein paar Cent über der Konsensschätzung für den Gewinn.

Beruhigend in Bezug auf die Dividende des Unternehmens ist, dass es Mitglied des S&P 500 Dividend Aristocrats Index ist. Dessen 67 Mitglieder erhöhen ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren in Folge.

Walgreens Boots Alliance erhöht seine Dividende seit 47 Jahren in Folge.

Kraft Heinz kann dagegen nicht auf eine so lange Erfolgsbilanz beim Dividendenwachstum zurückblicken. 2019 senkte das Unternehmen seine Ausschüttung, um seine Bilanz zu verbessern.

In den jüngsten Präsentationen für Anleger hat das Unternehmen erklärt, dass es seine Dividende beibehalten und gleichzeitig in sein Geschäft investieren will.

Die vierteljährliche Dividende hat sich bei 40 Cent pro Aktie eingependelt – dem Niveau, auf das sie 2019 gesenkt wurde. Die Aktie erzielt eine Rendite von 4,2 Prozent.

Die Aktie von Conagra Brands rentiert mit 3,5 Prozent.

Zu den Marken des Unternehmens gehören Duncan Hines, Reddi-wip und Hunts. Das Unternehmen strebt eine Ausschüttungsquote – also den Prozentsatz des Gewinns, der als Dividende ausgezahlt wird – von 50 bis 55 Prozent an. Das ist ein vernünftiges Niveau und gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Dividende im Laufe der Zeit zu erhöhen.

In seinem letzten Geschäftsjahr, das im Mai letzten Jahres endete, zahlte Conagra Brands etwa die Hälfte seines Gewinns als Dividende aus.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen jeweils im Juli eine Dividendenerhöhung angekündigt. Die letzte Erhöhung erfolgte 2022, als es die Dividende vierteljährlich um fast 6 Prozent von 31,25 auf 33 Cent pro Aktie anhob.

Die Brauereigruppe Molson Coors Beverage bietet eine Rendite von 3,2 Prozent.

Das Unternehmen hat seine Dividende seit ihrer Wiedereinführung im Jahr 2021 bereits zweimal erhöht, zuletzt im Februar von 38 auf 41 Cent pro Aktie auf Quartalsbasis.

„Unsere Absicht ist es, die Dividende nachhaltig zu erhöhen“, erklärte CFO Tracey Joubert den Analysten im Februar beim Earnings Call für das vierte Quartal des Unternehmens.

Im vergangenen Jahr zahlte das Unternehmen bei einem Gewinn von 4,10 Dollar eine Dividende von 1,52 Dollar pro Aktie aus.

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