Ein Studienrückschlag beim großen Hoffnungsträger Asundexian und negative Nachrichten in der Causa Glyphosat haben bei der Aktie von Bayer vor Kurzem für einen Ausverkauf gesorgt. Mehrere Analysten kassierten daraufhin ihre Kursziele. Auch die UBS, die zu den größten in den vergangenen Quartalen respektive Jahren zu den größten Optimisten gezählt hat, streicht die Kaufempfehlung für den DAX-Wert.
In einer Studie vom Montag dieser Woche stufen die Analysten der Schweizer Großbank rund um Jo Walton die Bayer-Aktie von "Buy" auf "Neutral" ab. Das Kursziel wird massiv von 90 Euro auf lediglich 34 Euro zusammengestrichen.
Walton attestiert dem DAX-Unternehmen eine "solide Bewertung", sieht allerdings viele Herausforderungen "bei der Aufspaltung und dem künftigen Wachstum". In der Pharma-Division monieren die UBS-Analysten die Patentabläufe, die unzureichende Pipeline und Wettbewerbsbedrohungen.
Ein "gutes Basisgeschäft" sieht Walton und sein Team indes im Bereich Crop Science, aber auch 2024 "Herausforderungen und anhaltendes Prozessrisiko".
Angesichts der Rückschläge und schwachen operativen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr blicken Anleger verstärkt auf die künftige Dividendenpolitik. Für das Geschäftsjahr 2022 hat Bayer in diesem Jahr 2,40 Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die UBS geht davon aus, dass die Dividendenausschüttungsquote beibehalten, aber die absolute Dividende voraussichtlich sinken werde.