Die Aktie von Siemens Energy hat sich seit dem Tief Ende Oktober fast verdoppelt. Während Berenberg positiv gestimmt auf die europäische Branche blickt, sieht die Deutsche Bank weiter Probleme bei der Tochter Siemens Gamesa. Die Aktie probiert sich am Freitagvormittag an der Marke von 12,50 Euro und führt den DAX an.
Die Branchendynamik im Sektor wird durch das erfolgreiche letzte Quartal der europäischen Stromerzeuger geprägt, so Berenberg. Insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien erreicht mit einem Plus von 18 Prozent bei Solar und 24 Prozent bei Windkraft ein gutes Wachstum.
Deutsche Bank bleibt skeptisch
Die Deutsche Bank Research behält ihre Einschätzung für Siemens Energy mit „Hold“ bei und setzt das Kursziel auf zwölf Euro. Obwohl Analyst Gael de-Bray von Deutsche Bank Research einen starken Auftragseingang vorhersieht, erwartet er weiterhin Verluste bei der Tochtergesellschaft Siemens Gamesa. Verluste und der Abfluss frei fließender Barmittel bei der Tochtergesellschaft könnten die Performance überlagern und den Aufschwung der Aktie gefährden.
Das macht die Siemens-Energy-Aktie
Vom Tiefstand bei 6,40 Euro Ende Oktober konnte sich die Aktie von Siemens Energy fast verdoppeln. Am Freitagvormittag steigt das Papier bis auf 12,50 Euro, ein Kursgewinn von vier Prozent. Damit nähert sich die Aktie einer wichtigen Widerstandszone zwischen 12,50 und 12,60 Euro, die bereits im Vorjahr mehrmals nicht durchbrochen wurde. Ein Durchbruch der Zone wäre ein neues Kaufsignal (mit Material von dpa-AFX).