Die US-Börsen haben zur Wochenmitte einen Rückschlag erlitten, verursacht durch die Haltung der Federal Reserve zu den Leitzinsen und wirtschaftliche Schwierigkeiten in China, die Investoren Sorgen bereiten. Zusätzlich drückten geopolitische Spannungen und eine durchwachsene Stimmung im Immobiliensektor auf das Marktgeschehen.
Die US-Börsen gaben am Mittwoch nach, geplagt von der Aussicht auf anhaltend hohe Zinsen, Unsicherheiten in China und geopolitischen Risiken. Fed-Direktor Christopher Waller signalisierte, dass die Leitzinsen nicht so schnell fallen werden, wie es sich Anleger erhofft hatten. In China wiederum verlangsamt sich die wirtschaftliche Erholung und Experten wie Thomas Gitzel von der VP Bank und Analysten des Bankhauses Metzler warnen vor anhaltenden Herausforderungen, darunter deflationäre Tendenzen. Zudem verschärfen geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Lage.
Positive Wirtschaftsdaten aus den USA wie überraschend starke Einzelhandelszahlen und ein Anstieg der Industrieproduktion standen im Kontrast zu stagnierenden Importpreisen, während der NAHB-Hausmarktindex eine verbesserte Stimmung im Häusermarkt anzeigte. Der Dow Jones ging um 0,59 Prozent zurück und schloss bei 37.266,80 Punkten, der S&P 500 verlor 0,56 Prozent auf 4.739,21 Zähler, und der Nasdaq 100 fiel um 0,56 Prozent auf 16.736,28 Punkte. Unternehmensspezifische Nachrichten wie Boeings Erholung, ein übertroffener Quartalsgewinn von US Bancorp und Verizons Abschreibungen bewegten ebenfalls die Märkte. Besonders auffällig war der Einbruch von Spirit Airlines um 25 Prozent nach gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit JetBlue (mit Material von dpa-AFX).