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Tesla: „BYD als formidabler Konkurrent“ – Produktion in Grünheide gestoppt

Tesla: „BYD als formidabler Konkurrent“ – Produktion in Grünheide gestoppt

30.1.2024 07:41:00 | Quelle: finanztreff.de | Lesedauer etwa 2 min.

Tesla hat die Markterwartungen für das Geschäftsjahr 2023 verfehlt. Ein Absatzziel für dieses Jahr gab es nicht, aber das Eingeständnis, dass die Auslieferungen merklich langsamer wachsen werden. Musk steht zunehmend unter Druck. 

„BYD als formidabler Konkurrent“

Analysten wie Philippe Houchois von Jefferies sehen ein abschwächendes Wachstum bis 2026, während Joseph Spak von UBS und Ryan Brinkman von JPMorgan aufgrund anhaltender enttäuschender Quartalsergebnisse wenig Anreize für Investitionen erkennen. Mit Blick auf die Konkurrenz, insbesondere durch chinesische Hersteller wie BYD, betont Kingsley Jones die Relevanz von Preisanpassungen und Modellerweiterungen für Tesla. Jedoch bestätigt Zukunftsforscher Mario Herger einen ambitionierten Startpreis von 25.000 Dollar für ein neues Tesla-Modell im Jahr 2025, was dem Unternehmen helfen soll, im hart umkämpften Markt zu bestehen. „Nicht alle haben die Finanzkraft, um einen Preiskampf lange durchzustehen und die Produkt- und Funktionsbreite anzubieten, da hat Tesla einige Vorteile. BYD hat sich als formidabler Konkurrent herauskristallisiert“, hieß es.

Produktion in Grünheide ausgesetzt

Zusätzlich hat Tesla am Montag seine Produktion im Werk Grünheide bei Berlin für rund zwei Wochen weitgehend gestoppt. Das bestätigte das Unternehmen. Grund ist nach Tesla-Angaben eine Lücke in der Lieferkette von Bauteilen als Folge der Angriffe von jemenitischen Huthi-Rebellen im Roten Meer auf Schiffe. Dadurch hätten sich die Transportwege verschoben. Details zu den fehlenden Komponenten hatte Tesla bei Ankündigung der Unterbrechung vor gut zwei Wochen nicht genannt.

„Aufgrund fehlender Bauteile sind wir daher im Zeitraum zwischen dem 29. Januar und 11. Februar dazu gezwungen, die Fahrzeugfertigung in der Gigafactory Berlin-Brandenburg mit Ausnahme einiger weniger Teilbereiche ruhen zu lassen“, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Vom 12. Februar an werde die Produktion wieder voll aufgenommen.

Seit dem Ausbruch des Gazakrieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi-Rebellen im Jemen immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa. Große Reedereien meiden die wichtige Handelsroute wegen der Angriffe zunehmend.

Das macht die Tesla-Aktie

Die Tesla-Aktie notierte zuletzt 4,2 Prozent im Plus bei 190,93 Dollar. Seit Jahresbeginn ging es um 23,7 Prozent nach unten.

Das macht die BYD-Aktie

Für die BYD-Aktie ging es zuletzt um 4,8 Prozent nach unten auf 177,30 Hongkong-Dollar. Die Performance seit Jahresauftakt beträgt minus 18,3 Prozent. 

Der chinesische Elektroautobauer hatte mit einem deutlich gesteigerten Gewinn im vergangenen Jahr die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen können.


von Lukas Meyer