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DocMorris-Aktie nach Zahlen unter Druck – so reagiert Redcare Pharmacy

DocMorris-Aktie nach Zahlen unter Druck – so reagiert Redcare Pharmacy

21.3.2024 08:40:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Die Schweizer DocMorris hat am Donnerstag seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegt und einen aktualisierten Ausblick auf 2024 den Marktteilnehmern an die Hand gegeben. Anleger reagieren verschnupft und drücken die Aktie des größten Konkurrenten von Redcare Pharmacy zum Handelsstart um knapp fünf Prozent ins Minus. Inzwischen notiert der Titel nahezu unverändert.

Mit 1,04 Milliarden Schweizer Franken setzte DocMorris 2023 rund zehn Prozent weniger um als im Vorjahr, wie bereits seit Januar bekannt ist. In Lokalwährungen betrug das Minus nur 7,4 Prozent. Nicht mehr in den Zahlen berücksichtig wurde das im Frühjahr 2023 an die Migros verkaufte Schweizer Geschäft.

Der bereinigte Betriebsverlust (EBITDA) betrug vergangenes Jahr 34,9 Millionen Franken, was in etwa in der Mitte des zuvor kommunizierten Zielkorridors liegt, der einen Fehlbetrag zwischen 30 und 40 Millionen Franken beim EBITDA vorgesehen hat. Der Reinverlust belief sich auf 117,6 Millionen Franken - nach einem Minus von 171 Millionen im Jahr davor.

Mit dem Verkauf des Schweiz-Geschäfts ist DocMorris nun allerdings erst recht vor allem auf das E-Rezept in Deutschland ausgerichtet. Die weiteren Entwicklungen mit dem E-Rezept seien aber "noch nicht vollständig abschätzbar". Die Online-Apotheke erwartet zwar im laufenden Jahr einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent, ist aber bei der Entwicklung des Betriebsergebnisses etwas vorsichtiger geworden. Neu wird eine Verbesserung des bereinigten EBITDA auf minus 35 bis 0 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Bisher hatte das Unternehmen immer vom Erreichen der Gewinnschwelle gesprochen.

Zum Vergleich: Redcare Pharmacy peilt für 2024 ein Umsatzplus zwischen knackigen 30 und 40 Prozent an bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 2,0 und 4,0 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)

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