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DHL: Es wird teurer

DHL: Es wird teurer

12.7.2024 04:57:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Der Bonner Logistikriese DHL Group ändert seine Paketpreise. Dies ist eine Folge der Postgesetz-Reform, die nun umgesetzt wurde. Wie der Bonner Konzern mitteilte, gibt es künftig eine Preiskategorie für Pakete zwischen zehn und 20 Kilo (18,99 Euro für den Inlandsversand) und eine Kategorie für 20,0 bis 31,5 Kilo (23,99 Euro).

Zuvor war dies nur eine Kategorie (19,99 Euro) - unabhängig davon, ob das Paket zehn Kilo oder das Dreifache dessen wog. Der Bund hatte unlängst das veraltete Postgesetz überarbeitet. Unter anderem müssen Pakete ab 10 Kilo jetzt gekennzeichnet werden. Damit soll verhindert werden, dass Paketboten sich verheben und Rückenprobleme bekommen. Das Gesetz sieht unterschiedliche Kennzeichnungen für die Gewichtsklasse ab 10 Kilo und ab 20 Kilo vor - diese Differenzierung veranlasst DHL nun, seine Produktpalette etwas zu ändern.

Dem Gesetz zufolge sollen Pakete ab 20 Kilo im Regelfall von zwei Menschen ausgeliefert werden - es sei denn, es gibt geeignete technische Hilfsmittel, dann ist auch die Ein-Personen-Zustellung erlaubt. Was genau diese technischen Hilfsmittel sind, soll das Bundesarbeitsministerium noch bis Jahresende festlegen. Eine einfache Sackkarre soll es nach Aussage von SPD- und Grünen-Politikern nicht sein.

Indes hat das US-Analysehaus Bernstein Research die Einstufung für die DHL-Aktie auf "Outperform" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Analyst William Woods konzentrierte sich in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie auf die Logistik im Modebereich, in dem die Globalisierung an ihre Grenzen komme. Die zunehmende Komplexität der Lieferketten wirke sich positiv auf die Nachfrage im Speditionswesen aus - und damit auch auf die Erträge von Konzernen wie DSV, Kuehne + Nagel oder DHL.



Mit Material von dpa-AFX

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