Zum Wochenstart hat die Aktie der Deutschen Bank die Chance, wieder Boden gutzumachen. Denn nach der Präsentation der neuen Unternehmensstrategie letzten Montag hat der Kurs den Rückwärtsgang eingelegt und wichtige Chartmarken gerissen. Nun zählt es.
Vom Jahreshoch bei 33,50 Euro Mitte November hat das Papier der Deutschen Bank ein Stück weit verloren und beendete die vergangene Woche sichtbar unter 30,00 Euro. Zuvor wurde die 50-Tage-Linie bei 30,49 Euro unterschritten. Nun hielt auch die untere Begrenzung des Seitwärtstrends bei 29,44 Euro nicht.
Die neuen Strategieziele, die ab kommendem Jahr bis 2028 Bestand haben sollen, liegen am oberen Ende des Analystenkonsenses oder darüber. Das kauften viele Marktteilnehmer dem Team um CEO Christian Sewing nicht ab. Besonders augenscheinlich ist das bei der Profitabilität.Die Nachsteuer-Eigenkapitalrendite erwarteten Experten 2027 im Durchschnitt bei elf Prozent. Die Deutsche Bank selbst stellt mehr als 13 Prozent in Aussicht. Im auslaufenden Jahr dürfte erstmals seit mehreren Jahren überhaupt eine zweistellige Rendite erzielt werden. Nach neun Monaten konnte Christian Sewing dem Markt 10,9 Prozent präsentieren.
Die harte Kernkapitalquote von 14,5 Prozent ist auch im Branchenvergleich mittlerweile auf einem guten Niveau. Das macht in der Zukunft weitere Aktienrückkäufe wahrscheinlich. Konkret geäußert hat sich die Deutsche Bank zu diesem Thema aber nicht.