Die Aktie des amerikanischen Pharma-Riesen Merck & Co hat sich in den zurückliegenden Handelswochen prächtig entwickelt. Seit der Vorstellung als "Top-Tipp" in Ausgabe 42/25 (08. Oktober) beläuft sich das Kursplus bereits auf 20 Prozent. Und die Chancen stehen gut, dass sich das Comeback von Merck & Co an der Börse fortsetzen wird.
Denn was die Bewertung betrifft, ist Merck & Co alles andere als teuer. Das KGV für 2026 liegt gerade einmal bei 12. Zugegeben: Mit dem ersten Auslauf erster Kernpatente im Jahr 2028 des umsatzstärksten Medikaments der Welt, beim Krebsmittel Keytruda (Pembrolizumab), ist ein Problem.
Doch Merck & Co steuert dagegen an. Mit einer aktiven M&A-Politik sieht sich das Unternehmen auf einem guten Weg, die Lücke, die Keytruda aller Voraussicht nach hinterlassen wird, zu schließen. Die Akquisition von Acceleron Pharma (2021) zahlt sich inzwischen aus. Das dadurch erworbene Medikament Winrevair befindet sich auf Kurs, zum Blockbuster zu avancieren.
Diesen Status wird wohl bald Ohtuvayre erreichen. Das Mittel zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) wurde durch die milliardenschwere Übernahme von Verona Pharma zum Produktportfolio hinzugefügt. Kostenpunkt der Akquisition: zehn Milliarden Dollar.
In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich der Kaufpreis für die jüngste Übernahme, die Merck & Co angekündigt hat. Mit Cidara Therapeutics schielt Merck & Co mit einem Auge auf den Markt für Grippe. Cidara hat hier einen potenziellen Gamechanger im Portfolio.