Dabei bleibt die Schadenbelastung hoch. Swiss Re beziffert die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen für 2025 auf rund 107 Milliarden Dollar (DER AKTIONÄR berichtete). Es ist bereits das sechste Jahr in Folge mit Schäden von mehr als 100 Milliarden Dollar – getrieben unter anderem von den Waldbränden in Los Angeles sowie schweren Unwetterereignissen in den USA.
Dennoch sieht Moody’s keine Anzeichen für eine Kapitalerosion im Rückversicherungssektor. Im Gegenteil: Alternativkapital, insbesondere über Katastrophenanleihen, fließt erneut auf Rekordniveau in den Markt.Für 2026 erwartet Moody’s weiterhin eine starke Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Erstversicherer wollen ihre Volatilität begrenzen und höhere Deckungssummen absichern – auch vor dem Hintergrund steigender Wiederaufbaukosten.Zugleich betont die Ratingagentur, dass die risikoadjustierten Renditen im Sachkatastrophen-Geschäft trotz sinkender Preise weiterhin attraktiv seien. Diese Einschätzung teilen auch zahlreiche Vorstandschefs großer Rückversicherer.Ein wichtiger Punkt aus Sicht der Profitabilität: Während des Resets 2023 wurden nicht nur die Preise angehoben, sondern auch die Vertragsbedingungen deutlich verschärft. Höhere Selbstbehalte und strukturelle Anpassungen sollen insbesondere häufige Schäden aus Sekundärgefahren begrenzen. Moody’s rechnet damit, dass diese Bedingungen zum 1. Januar 2026 überwiegend stabil bleiben – auch wenn sich erste leichte Aufweichungstendenzen zeigen.Insgesamt enthält die Moody’s-Studie positive wie negative Aspekte. Unterm Strich ändert sie nichts am grundsätzlichen Bild für den Sektor. Vor allem Hannover Rück und Munich Re verfügen über starke Bilanzen, erfahrenes Underwriting und eine disziplinierte Zeichnungspolitik. Auch in einem Umfeld leicht sinkender Preise bleiben die beiden Rückversicherer hervorragend positioniert.Auf der Suche nach erstklassigen Dividenden für 2026?
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