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Milliarden für Rheinmetall: Bundeswehr rüstet weiter auf

Milliarden für Rheinmetall: Bundeswehr rüstet weiter auf

22.12.2025 07:33:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.
Die Bundeswehr treibt ihre Modernisierung weiter voran und hat umfangreiche Rüstungsaufträge vergeben. Im Mittelpunkt steht eine Großbestellung über 200 Schützenpanzer vom Typ Puma. Das zuständige Beschaffungsamt unterzeichnete dafür einen Vertrag mit einem Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro. Auftragnehmer ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Rüstungskonzerne Rheinmetall und KNDS Deutschland, die sich die Erlöse jeweils zur Hälfte teilen. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist ab Mitte 2028 geplant.Grundlage ist ein bereits 2023 geschlossener Rahmenvertrag. Damals wurden zunächst 50 Puma-Panzer abgerufen, nun folgt die deutlich umfangreichere zweite Tranche. Zum Leistungsumfang zählen neben den Fahrzeugen auch zusätzliche Schutzkomponenten sowie Lager- und Transportbehälter. Der Puma ist für eine Besatzung von neun Soldaten ausgelegt, darunter ein sechsköpfiger Schützentrupp.Parallel dazu erhielt ein weiteres Joint Venture von Rheinmetall und KNDS einen Auftrag über 84 Radhaubitzen. Einschließlich Serviceleistungen beläuft sich das Vertragsvolumen auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Artilleriesysteme im Kaliber 155 Millimeter sollen zwischen 2027 und 2029 schrittweise ausgeliefert werden. Die Bestellung ist Teil eines größeren Rahmenabkommens über bis zu 500 Radhaubitzen, auf das auch andere Staaten zugreifen können. Die Systeme verfügen über eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern und kombinieren hohe Feuerkraft mit schneller Verlegefähigkeit.

Was die Friedensverhandlungen im Russland-Ukraine-Krieg angeht, gab es zuletzt keine wirklichen neuen Fortschritte. So oder so wird sich Rheinmetall aber auf weiterhin hohe Nachfrage einstellen können. 

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