Mit dem Jahreswechsel ist es nun so weit: Warren Buffett, die prägendste Investorenfigur der vergangenen Jahrzehnte, zieht sich in dieser Woche aus dem operativen Tagesgeschäft von Berkshire Hathaway zurück. Die Führung der US-Beteiligungsgesellschaft übernimmt Greg Abel, der den Konzern bereits seit Jahren in zentralen Bereichen maßgeblich mitgestaltet hat.
Buffett hat Berkshire Hathaway seit den 1960er-Jahren von einem unbedeutenden Textilunternehmen zu einem der größten Beteiligungskonzerne der Welt geformt. Heute hält der Konzern umfangreiche Beteiligungen unter anderem an Versicherern, Energieversorgern, Industrieunternehmen sowie an einer der größten Eisenbahngesellschaften der USA. Seinen außergewöhnlichen Erfolg verdankt Buffett vor allem einem langfristigen, wertorientierten Investmentansatz – mit Engagements in Konzernen wie Coca-Cola, American Express oder Apple.
Trotz umfangreicher Spenden in Höhe von mehr als 60 Milliarden US-Dollar in den vergangenen zwei Jahrzehnten zählt Buffett weiterhin zu den reichsten Menschen weltweit. Sein Vermögen aus Berkshire-Anteilen wird aktuell auf rund 150 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der 94-Jährige bleibt dem Unternehmen als Verwaltungsratsvorsitzender erhalten und will den Konzern weiterhin beratend begleiten. Ein grundlegender Strategiewechsel wird unter seinem Nachfolger Abel nicht erwartet, dennoch verfolgen Investoren den Übergang in die neue Führungsphase mit großer Aufmerksamkeit.