Die Krypto-Branche startet mit einem Paukenschlag in das Jahr 2026. Goldman-Analyst James Yaro hat die Aktie von Coinbase am Montag von Neutral auf Buy hochgestuft, das Kursziel beläuft sich auf 303 Dollar. Das entspricht einem stattlichen Aufwärtspotenzial von rund 18 Prozent.
Der entscheidende Grund für den Optimismus ist ein massiver Strukturwandel im Geschäftsmodell. Coinbase wandelt sich zusehends von einer rein zyklischen Handelsplattform zu einem stabilen Infrastruktur-Riesen. Das Segment der Abonnements und Dienstleistungen steuert mittlerweile rund 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Vor fünf Jahren lag dieser Anteil noch bei unter fünf Prozent. James Yaro erwartet hier bis zum Jahr 2027 ein jährliches Wachstum von 13 Prozent. Besonders der Bereich der Derivate und die jüngste Expansion in den klassischen US-Aktienhandel verleihen dem Konzern eine neue Qualität als Finanz-Super-App.
Mit der Übernahme der Derivatebörse Deribit für 2,9 Milliarden Dollar Ende 2025 hat Coinbase seine Position im institutionellen Geschäft massiv zementiert. Zudem gewinnt das Thema Tokenisierung von realen Vermögenswerten an Fahrt. Goldman Sachs sieht Coinbase hier als klaren Marktführer, der von der zunehmenden Verschmelzung von Kryptowährungen und dem traditionellen Finanzsystem profitiert. Während Wettbewerber wie eToro aufgrund des steigenden Konkurrenzdrucks herabgestuft wurden, glänzt Coinbase durch Markenstärke und extrem effiziente Kundengewinnung.
Für das Jahr 2026 zeichnet sich ab, dass die Kryptowelt endgültig erwachsen wird. Die Experten sind überzeugt, dass die Aktie aufgrund der sinkenden Volatilität bei den Erträgen eine deutlich höhere Bewertung verdient. Der Fokus verschiebt sich weg von der bloßen Spekulation hin zu einer fundamental untermauerten Wachstumsstory für das digitale Zeitalter.