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DAX und Co: Rekord-Rausch zum Jahresauftakt

DAX und Co: Rekord-Rausch zum Jahresauftakt

5.1.2026 17:15:45 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.
Das neue Börsenjahr 2026 startet mit einem gewaltigen Paukenschlag und katapultiert den deutschen Leitindex auf ein nie dagewesenes Niveau. Anleger setzen voll auf die wirtschaftliche Neuausrichtung und die versprochenen Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur. Die Jagd auf neue Bestmarken dürfte gerade erst begonnen haben.Die Aussicht auf eine Wirtschaftsbelebung hierzulande im frisch angelaufenen Jahr sowie ein Rekordhoch an den US-Börsen hat am Montag auch dem DAX  neue Bestmarken beschert. Mit plus 1,34 Prozent auf 24.868,69 Punkte verabschiedete sich das Börsenbarometer aus dem Handel. Sein letztes Rekordhoch hatte der deutsche Leitindex im Oktober markiert.Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 1,53 Prozent auf 31.454,32 Zähler. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, tat es DAX und Dow gleich und setzte seinen Rekordkurs ebenfalls fort. Mit Gewinnen ging außerhalb der Euroregion zudem der britische FTSE 100 aus dem Tag, während der Schweizer SMI an seinem ersten Handelstag im neuen Jahr moderat nachgab.Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger am deutschen Aktienmarkt zunehmend auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die schuldenfinanzierten Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung sowie durch weniger Bürokratie gesetzt."Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft - getragen von den Reformhoffnungen unter der Regierung Merz - in die Kurse einzupreisen", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.Aus Branchensicht waren am Montag europaweit wieder einmal die Rohstoffaktien gefragt. Die Preise für Gold und Silber profitierten von der gestiegenen politischen Unsicherheit nach dem US-Angriff auf Venezuela und verteuerten sich deutlich. Auch europäische Ölwerte stiegen nach der US-Attacke auf den ölreichen südamerikanischen Staat.Anleger griffen vor allem wieder bei Rüstungsaktien zu. So schnellten Rheinmetall an der DAX-Spitze um mehr als neun Prozent in die Höhe. Unter den gefragtesten Werten im MDAX zogen die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk und die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt um jeweils rund acht Prozent nach oben.Damit holten die Rüstungswerte ihre im Schlussviertel 2025 erlittenen Verluste weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor sehr starken Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch getrieben angesichts der Hoffnung auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.Rüstungswerte profitierten nun wieder davon, dass es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem droht US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela jetzt auch Kolumbien.

Enthält Material von dpa-AFX

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