REUTLINGEN (dpa-AFX) - 'Reutlinger General-Anzeiger' zu Venezuela
Maduro und sein Amtsvorgänger Hugo Chavez haben das Land, das über die größten Ölvorkommen der Erde verfügt, mit Korruption und Vetternwirtschaft zugrundegerichtet und in die Armut gestürzt. Ein Regimewechsel liegt also durchaus im Interesse der venezolanischen Bevölkerung - allerdings nur, wenn die künftige Regierung die Bürger am Reichtum an Bodenschätzen angemessen teilhaben lässt. Dies ist jedoch aufgrund der unsicheren Lage im Land alles andere als gesichert. Derzeit hat offiziell Vizepräsidentin Delcy Rodríguez das Sagen. Sie gilt als loyaler Teil der Machtelite um den gestürzten Präsidenten und dürfte wenig Interesse an einer Neuausrichtung der Politik haben. Es sei denn, sie wird dazu von den USA gezwungen. Dass dabei jedoch das Wohl der venezolanischen Bevölkerung im Vordergrund stehen wird, kann getrost bezweifelt werden. Es gilt "America first"./yyzz/DP/zb