6.1.2026 20:22:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Bei Nvidia prallen gerade zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite explodierende Umsatzfantasien, auf der anderen ein Kurs, der nicht mehr recht vom Fleck kommt. Auch heute schlängelt sich die Aktie an der 50-Tage-Linie entlang, liegt dabei aber leicht im Minus. Der Befreiungsschlag bleibt also aus. Dabei liefert das Management weiter bullishe Munition.Finanzchefin Colette Kress legte heute nach: Die im Oktober ausgegebene Umsatzfantasie sei inzwischen eher zu konservativ. Nvidia stellte damals in Aussicht, bis Ende 2026 rund 500 Milliarden Dollar Umsatz mit aktuellen und künftigen Rechenzentrumschips zu erzielen. „Diese 500 Milliarden sind definitiv größer geworden“, sagte Kress. Nicht nur wegen KI, sondern auch wegen klassischer Unternehmensanwendungen.Fundamental klingt das nach Rückenwind. An der Börse verpufft er bislang. Seit dem Rekordhoch Ende Oktober läuft die Aktie dem S&P 500 hinterher. In wenigen Monaten sind etwa 460 Milliarden Dollar Börsenwert verschwunden. Für einen Titel, der zuvor seit Ende 2022 mehr als 1.300 Prozent zugelegt hatte, ist das keine Katastrophe. Aber es zeigt: Der Markt ist nervöser geworden.Nvidia ist nicht irgendein Wachstumswert, sondern der Taktgeber des KI-Booms. Laut Bloomberg-Daten entfallen rund 16 Prozent des S&P-500-Anstiegs seit Oktober 2022 allein auf Nvidia. Entsprechend sensibel reagieren Investoren auf das Schlagwort KI-Blase und auf alles, was nach nachlassender Dynamik aussieht.Operativ bleibt das Bild stark. Nvidia dominiert den Markt für KI-Beschleuniger weiterhin mit mehr als 90 Prozent Marktanteil. Die nächste Generation Rubin rückt näher, Kunden sollen die Technik noch 2026 testen können. Jensen Huang spricht von einer Nachfrage, die rasant steige, weil Modelle jedes Jahr deutlich komplexer werden.
Hier zum vollständigen Artikel