BERLIN (dpa-AFX) - Im Streit um Grönland sieht die Bundesregierung in den US-Forderungen nach mehr Sicherheit im hohen Norden eine gemeinsame Aufgabe der Nato. Das hinter dem Grönland-Thema stehende Bedürfnis nach stärkerer Sicherheit im arktischen Raum sei berechtigt und eine "valide Grundthematik", die sich vor allem im Bündnis sehr gut adressieren lasse, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin.
"Die Nato hat deutlich gemacht, dass die Arktisregion auch für sie von prioritärer Bedeutung ist und dass die Bündnispartner ihre Anstrengungen im Norden verstärken müssen und werden. Und das gibt eine Antwort auch auf amerikanische Sicherheitsbedürfnisse", sagte Kornelius.
Von jüngsten Formen von Drohungen halte die Bundesregierung wenig, sagte Kornelius, nachdem US-Präsident Donald Trump und US-Regierungsvertreter wiederholt deutlich gemacht haben, die USA wollten sich die offiziell zum Königreich Dänemark gehörende Insel einverleiben.
Die Grundprinzipien des Völkerrechts müssten immer und überall gelten, insbesondere die staatliche Souveränität und die territoriale Integrität, sagte Kornelius dazu. Und: "Grönland gehört seiner Bevölkerung, Dänemark und Grönland, und nur sie alleine entscheiden über Angelegenheiten in Dänemark und Grönland."/cn/DP/nas