Und es geht weiter: Der Goldpreis ist zum Wochenauftakt wegen der sich weiter zuspitzenden Lage im Iran auf ein Rekordhoch gestiegen. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für eine Feinunze Gold bis auf fast 4.600 US-Dollar. Dies spielt natürlich den großen Goldproduzenten wie etwa Barrick, B2Gold oder Newmont in die Karten.
Daher kletterte auch der AKTIONÄR-Index Best of Gold Miners auf ein neues Allzeithoch. Das jüngste Rekordniveau konnte der Goldpreis indes nicht ganz halten, lag aber am frühen Morgen mit 4.567 Dollar noch immer 1,3 Prozent im Plus.
Händler führten die Gewinne bei den Edelmetallen primär auf die Situation im Iran zurück. Zudem nannten einige Experten mit Blick auf die Gewinne beim Gold auch die zunehmenden Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank als Argument.
Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank spitzt sich weiter zu: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage.
Er soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand: "Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird", erklärte er weiter.
Unterdessen erhöhte US-Präsident Donald Trump angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung den Druck auf die Islamische Republik. "Der Iran will verhandeln", sagte er an Bord des Regierungsflugzeugs Air Force One vor Journalisten. Man werde sich vielleicht mit Vertretern des Irans treffen, ein Treffen werde vorbereitet.
Angesichts dessen, was im Iran passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnte Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führte er nicht aus. Er erwägt, die Demonstranten im Iran mit Satelliteninternet zu unterstützen. Trump wollte noch am Sonntag (Ortszeit) mit Tech-Milliardär Elon Musk telefonieren, dessen Firma SpaceX den Dienst Starlink betreibt.
Irans Staatsführung hat den Internetzugang für die Menschen fast vollständig gesperrt, auch Telefonverbindungen schienen teils nicht mehr zu funktionieren. Damit will sie die Kommunikation zwischen den Demonstranten erschweren. Zudem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Massenproteste so unterdrückt werden.
Enthält Material von dpa-AFX