BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Medienbericht über eine angeblich geplante Kabinettsumbildung als "Unsinn" zurückgewiesen. "Ich habe nicht vor, das Bundeskabinett umzubilden", sagte der CDU-Vorsitzende nach einer Vorstandssitzung seiner Partei. "Ich bin mit der Arbeit des Bundeskabinetts zufrieden." Dieses bestehe aus sehr guten Ministerinnen und Ministern, die ihren Aufgaben "voll umfänglich gerecht" würden.
Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, Merz plane größere personelle Veränderungen in seiner Regierung und an der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag. Er sei mit Fraktionschef Jens Spahn (CDU) unzufrieden.
"Gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Spahn"
Dazu sagte Merz jetzt: "Ich habe mit Jens Spahn eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit." Merz schloss in sein Lob auch Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) ein. Auch die Koordination der Regierungsarbeit über das Kanzleramt "läuft gut und sehr zufriedenstellend", sagte er.
Der Kanzler hatte zuletzt nach acht Monaten im Amt überraschend seinen Büroleiter ausgetauscht. Nachfolger des eher außenpolitisch orientierten Jacob Schrot wurde der bisherige CDU-Bundesgeschäftsführer Philipp Birkenmaier, ein Wirtschaftsexperte./sk/DP/men