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EQS-News: Aareal Trendbarometer: Mieter fordern Bürokratieabbau und zielgerichtete Förderung - Eigentum für vier Fünftel unerschwinglich (deutsch)

EQS-News: Aareal Trendbarometer: Mieter fordern Bürokratieabbau und zielgerichtete Förderung - Eigentum für vier Fünftel unerschwinglich (deutsch)

21.1.2026 10:11:54 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 6 min.

Aareal Trendbarometer: Mieter fordern Bürokratieabbau und zielgerichtete Förderung - Eigentum für vier Fünftel unerschwinglich

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EQS-Media / 21.01.2026 / 09:55 CET/CEST

Aareal Trendbarometer: Mieter fordern Bürokratieabbau und zielgerichtete
Förderung - Eigentum für vier Fünftel unerschwinglich

* 9 von 10 Mietern halten Mieten in Ballungszentren für nicht mehr
bezahlbar.

* Explodierende Nebenkosten werden oft zur zweiten Miete: 57 Prozent der
Mieter sparen bereits aktiv Energie und Wasser.

* Mietpreisbremse spaltet: Während drei Viertel der Mieter sie für
sinnvoll halten, sehen sie genauso viele Entscheider als Hindernis für
den Neubau.

* Eigentum wird zum Luxusgut: Für 82 Prozent der Mieter unerschwinglich

* Der Fachkräftemangel belastet die Branche immer stärker.

* Lars Ernst, Managing Director Banking & Digital Solutions, Aareal Bank
AG: "Wohnungsneubau braucht Mut zur Gestaltung. Wir müssen bürokratische
Hürden abbauen, vorhandene Spielräume nutzen und Investitionen durch
klare, pragmatische Regelungen stärken."

Wiesbaden, 21. Januar 2026 - Die Aareal Bank veröffentlicht mit dem
Trendbarometer 2025 eine umfassende Analyse* zur Lage am deutschen
Mietmarkt. Die Ergebnisse der Befragungen von über 5.000 Mieterinnen und
Mietern sowie rund 110 Entscheidern aus der Wohnungswirtschaft zeigen: Der
Druck auf den Mietmarkt bleibt hoch - und sowohl Politik als auch
Wohnungswirtschaft stehen vor der Herausforderung, bezahlbares Wohnen,
Energiewende und Digitalisierung zu meistern.

Mieterperspektive: Hohe Mieten gefährden sozialen Frieden

Wohnen wird immer stärker zu einem gesellschaftlich brisanten Thema: Die
überwiegende Mehrheit der Mieter (91%) hält Mieten in Ballungszentren für
Normalverdiener für nicht mehr bezahlbar. 87% der Mieter sehen in den hohen
Mietpreisen eine ernsthafte Gefahr für den sozialen Frieden, im Vergleich
zum Vorjahr hat sich die Zahl sogar noch um 3% erhöht.

Nebenkosten werden zur Belastungsprobe - Erwerb von Eigentum keine Option

Die energetische Sanierung bleibt ein sensibles Thema: 70% der Mieter
befürchten, dass die energetische Sanierung die Situation auf dem Mietmarkt
noch verschärfen wird. Für jeden Zweiten (53%) ist bei der Wohnungssuche ein
nachhaltiges Gebäude wichtig, da man explodierende Nebenkosten befürchtet.
Die Antwort auf steigende Nebenkosten: 57% versuchen bereits heute aktiv,
Energie und Wasser zu sparen - insbesondere die ältere Generation (72%).
Eigentum entwickelt sich zunehmend zum Luxusgut und ist für 82% der
Befragten keine Option.

Nur mäßige Zufriedenheit bei Ausstattung, digitalen Services und Sicherheit
der Wohnung

Nur gut die Hälfte der Mieter (53%) sind aktuell mit Qualität und
Ausstattung ihrer Wohnung zufrieden. Und sogar nur ein Viertel ist mit dem
digitalen Service des Vermieters zufrieden. Dabei gelten schnelles Internet
(48%) und digitale Kommunikation als zentrale Kriterien bei der
Wohnungswahl. Auch das Thema Sicherheit gewinnt immer stärker an Bedeutung:
Nur einer von drei Befragten (31%) fühlt sich zuhause sehr sicher, wobei ein
deutliches Stadt-Land-Gefälle erkennbar ist. Insbesondere modernisierte Tür-
und Fenstersicherungen (46%) und Videoüberwachung (35%) würden das
Sicherheitsgefühl der Mieter erhöhen.

Der Ruf nach gezielter Unterstützung durch die Politik wird immer lauter

82% der Mieter sind der Meinung, Wohnen dürfe nicht rein gewinnorientiert
sein. Von der Wohnungswirtschaft wird vor allem mehr sozialer Wohnungsbau
(69%) erwartet. Von der Politik erwartet man Bürokratieabbau (72%) und eine
bedarfsgerechte Förderung statt Gießkannenprinzip (65%) Drei Viertel (74%)
der Mieter erachtet die Mietpreisbremse als sinnvolles Instrument, um
soziale Spannungen zu verringern.

Die Botschaft der Mieterinnen und Mieter ist eindeutig: Wohnen soll
zuverlässig, bezahlbar und fair sein. Sie erwarten, dass die Branche
Verantwortung übernimmt.

Wohnungswirtschaft: Regulatorische Rahmenbedingungen belasten

Die Entscheiderbefragung in der Wohnungswirtschaft zeigt ein ähnliches Bild
wie bei den Mietern: 80% der Entscheider halten Mieten in Ballungszentren
für Normalverdiener für kaum noch bezahlbar. 94% erwarten, dass energetische
Sanierungen den Markt weiter belasten. Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums
fordern Entscheider Maßnahmen von der Politik, an erster Stelle die Senkung
der Baunebenkosten (98%), Bürokratieabbau (94%) und zielgerichtete Förderung
(82%). Beim Thema Mietpreisbremse geht die Meinung auseinander: Drei Viertel
der Entscheider sehen in ihr eine Hürde für den Neubau - während Mieter sie
klar befürworten.

Fachkräftemangel als strukturelles Problem - Digitalisierung als
Überlebensfrage

Der Fachkräftemangel bleibt ein strukturelles Problem: 88% rechnen
diesbezüglich mit einer weiteren Verschärfung, die sich vor allem negativ
auf Neubau, Instandhaltung und technische Gebäudeausstattung auswirken wird.
Als Lösung sehen zwei Drittel der Entscheider die Digitalisierung von
Routineaufgaben: Größtes Potenzial bieten Buchungs- und Zahlungsverkehr
(84%), Mieterservice (81%) und interne Verwaltung (69%).

Fazit: Schnelles Handeln und pragmatische Lösungen gefragt:

Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind entscheidend für die
Zukunft des Wohnens. Mieter und Wohnungswirtschaft fordern Mut zu
konsequentem Bürokratieabbau, pragmatischen Bauentscheidungen und eine
sozialverträgliche Gestaltung der energetischen Sanierung. Um den durch
Fachkräftemangel gebremsten Neubau anzukurbeln, braucht es verstärkte
Investitionen in Digitalisierung.

"Der Bau-Turbo verspricht Entspannung, aber er allein lässt noch keinen
neuen, bezahlbaren Wohnraum entstehen. Bauen muss günstiger und
renditestärker werden, um private Investitionen anzuziehen. Dazu gehören vor
allem die Vereinfachung von Baustandards und die signifikante Beschleunigung
der Baugenehmigung", resümiert Lars Ernst.

Die Ergebnisse der Umfrage zur Zukunft des Wohnens sind im Aareal
Trendbarometer zusammengefasst und können hier heruntergeladen werden.

Ansprechpartner für Medien:

Svenja Keller
Tel.: +49 (0) 611 348 2605
Mobil: +49 (0) 151 28735790
E-Mail: svenja.keller@aareal-bank.com

Hinweis: In dieser Pressemitteilung wird das generische Maskulinum
verwendet. Dieses gilt hier gleichermaßen für sämtliche Geschlechter.

Über die Aareal Bank

Die Aareal Bank AG mit Hauptsitz in Wiesbaden ist ein führender
internationaler Immobilienspezialist. Die Bank nutzt ihre Expertise, um
Trends, Herausforderungen und Chancen frühzeitig zu erkennen und für ihre
Stakeholder zu nutzen. Sie bietet Finanzierungs-, Banking- und
Zahlungsverkehrslösungen für die Immobilienbranche und angrenzende Branchen
und ist auf drei Kontinenten - in Europa, Nordamerika und Asien - vertreten.
Die Geschäftsstrategie ist auf einen nachhaltigen Geschäftserfolg
ausgerichtet, mit ESG-Aspekten (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung)
als zentrale Bestandteile.

Die Aareal Bank umfasst die Geschäftssegmente Strukturierte
Immobilienfinanzierungen und Banking & Digital Solutions. Das Segment
Strukturierte Immobilienfinanzierungen beinhaltet die
Immobilienfinanzierungs- und Refinanzierungsaktivitäten. Hier begleitet sie
Kunden bei großvolumigen Investitionen in gewerbliche Immobilien. Dabei
handelt es sich vor allem um Bürogebäude, Hotels, Shoppingcenter, Logistik-
und Wohnimmobilien sowie Studierenden-Appartements. Im Geschäftssegment
Banking & Digital Solutions bietet die Aareal Bank Unternehmen aus der
Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie der Energiewirtschaft als
Digitalisierungspartner umfassende Beratungsservices und Produktlösungen an
und bündelt diese mit klassischem Firmenkunden-Banking und Einlagengeschäft.

*Informationen zur Methodik

YouGov hat für die Aareal Bank vom 01.-13.10.2025 deutschlandweit 5046
Mieterinnen und Mieter zur Lage am Mietmarkt befragt. Die Umfrage basiert
auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panel Deutschland. Die
Erhebung wurde nach Geschlecht und Generationenzugehörigkeit gewichtet, die
Ergebnisse sind repräsentativ für die MieterInnen in Deutschland ab 18
Jahren. Teilweise wurden die beiden höchsten Antwortkategorien einer Frage
für die Darstellung der Ergebnisse zusammengefasst.

Für die Entscheider-Umfrage wurden vom 10.-21.11.2025 110
wohnungswirtschaftliche Kunden der Aareal Bank befragt. Dieser Teil der
Umfrage ist ein Stimmungsbild und erhebt keinen Anspruch auf
Repräsentativität.


Ende der Pressemitteilung

Emittent/Herausgeber: Aareal Bank AG
Schlagwort(e): Immobilien

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Sprache: Deutsch
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Paulinenstr. 15
65189 Wiesbaden
Deutschland
Telefon: +49 (0)611 348 - 0
E-Mail: aareal@aareal-bank.com
Internet: www.aareal-bank.com
ISIN: XS2971584813
WKN: A289M2
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