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Deutsche Börse: Darauf haben Anleger gewartet - ist das der Befreiungsschlag?

Deutsche Börse: Darauf haben Anleger gewartet - ist das der Befreiungsschlag?

22.1.2026 08:41:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.
In Zeiten von großer Unsicherheit an den Märkten profitieren normalerweise diejenigen Unternehmen, die den Handel abwickeln. Börsenplatzbetreiber zählten auch in den letzten Tagen teilweise zu den Gewinnern. Das gilt nicht für die Deutsche Börse, doch heute gibt es eine kräftige Kursreaktion. Das liegt an einer Übernahme.Bei der Aktie der Deutschen Börse schien seit letztem Sommer die Fantasie raus. Die Aktie markierte ein Tief nach dem nächsten und war zum Jahresanfang nun dabei, das Novembertief in Richtung 200,00 Euro erneut anzusteuern. Von der hohen Volatilität der vergangenen Tage aufgrund der Geopolitik profitierten die Papiere nicht.Doch heute gehören die Aktien der Deutschen Börse mit einem Plus von 3,4 Prozent im Vormittagshandel zu den größten Gewinnern im DAX. Das hat auch einen handfesten Grund. Denn die Deutsche Börse setzt zur größten Übernahme ihrer Geschichte an und legt ein milliardenschweres Angebot für die Fondsplattform Allfunds vor. Deutschlands größter Börsenbetreiber bietet demnach Allfunds-Aktionären für jedes Papier 8,80 Euro – davon 6 Euro in bar und den Rest in eigenen Aktien sowie einer Bardividende, wie der DAX-Konzern in Eschborn mitteilte. Insgesamt summiert sich das Angebot auf 5,3 Milliarden Euro.

Bereits Ende November wurde von Seiten des Unternehmens bestätigt, dass man sich in exklusiven Gesprächen mit Allfunds befinde und auch der Kaufpreis wurde öffentlich. Allfunds bietet Managern und Verkäufern von Investmentfonds Systeme für den Handel und die Ausführung an. Hinzu kommen Instrumente für die Datenanalyse und Compliance-Dienstleistungen. Das verwaltete Vermögen von Allfunds belief sich Ende 2025 auf rund 1,7 Billionen Euro.

Der DAX-Konzern rechnet damit, dass die kombinierte Gruppe laufende jährliche Kosteneinsparungen von 60 Millionen Euro vor Steuern erzielen kann. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen wird ein Vollzug der Übernahme in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet. Die Übernahme werde eine „harmonisierte Plattform mit globaler Reichweite“ schaffen, die es Privatanlegern erleichtere, ihre Ersparnisse in Kapitalanlagen wie Investmentfonds zu investieren.

Enthält Material von dpa-AFX

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