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Klares Signal in China – LVMH zieht die Reißleine

Klares Signal in China – LVMH zieht die Reißleine

22.1.2026 10:25:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Der Schock über mögliche 200-Prozent-Zölle auf Champagner saß tief. Doch nach Trumps Auftritt in Davos erholte sich die LVMH-Aktie am Mittwoch wieder etwas. Nun sorgt ein strategischer Schritt des Luxusriesen für Aufmerksamkeit: LVMH zieht im China-Geschäft die Reißleine.

Hohe Zölle auf französische Weine und Champagner wären für LVMH der Worst-Case gewesen (DER AKTIONÄR berichtete). Denn die USA sind mit einem Umsatzanteil von rund 25 Prozent der wichtigste Einzelmarkt des französischen Luxusgüterkonzerns. Besonders gefragt sind dort Uhren und Schmuck von Tiffany sowie Cognac von Hennessy.

Ganz anders ist die Lage in China. Das Wirtschaftswachstum hat sich zuletzt abgeschwächt, der Inlandskonsum bleibt schwach und die demografische Entwicklung verschärft die Lage. Als strategischen Schritt hat LVMH deshalb den Verkauf seines chinesischen Reiseeinzelhandelsgeschäfts DFS bekanntgegeben. 

DFS war bislang Teil des Retailing-Segments, zu dem auch Sephora gehört. Dieser Geschäftsbereich gilt konzernweit als margenschwach und deutlich volatiler als die hochprofitablen Kernsparten Fashion & Leather Goods oder Wines & Spirits. Für rund 395 Millionen Dollar trennt sich der Konzern nun von einem Geschäft, das stark von Tourismus, Regulierung und politischen Vorgaben abhängt.

Ganz aus China zieht sich der Luxuskonzern jedoch nicht zurück. Über eine geplante Beteiligung am staatlichen Käufer CTG Duty-Free bleibt LVMH weiterhin im chinesischen Reiseeinzelhandel engagiert – allerdings mit deutlich geringerem operativen Risiko.

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