Am breiten Markt hat die Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für Erleichterung gesorgt. Die Windkraft wurde allerdings wieder einmal scharf attackiert. Nordex, Vestas und Co halten sich an der Börse zunächst auf hohem Niveau, dennoch droht weiteres Unbehagen.
Dass Trump Windräder hasst, ist nicht neu. In den USA will er vor allem Öl und Gas wieder fördern, laufende Windprojekte versucht er zu stoppen, neue Genehmigungen sollen nicht mehr erteilt werden. In Davos kritisierte er vor allem Europa. „Überall in Europa gibt es Windmühlen. Überall, wirklich an jeder Ecke, und sie sind Verlierer“, so Trump. „Nur dumme Menschen kaufen sie.“
China würde dies ausnutzen und Windturbinen zwar herstellen, aber nicht selbst nutzen. „China ist sehr schlau. Sie stellen sie her. Sie verkaufen sie für ein Vermögen. Sie sind schockiert, dass die Leute diese verdammten Dinge weiterhin kaufen“, sagte Trump. Offensichtlich ist dies eine völlige Falschaussage. China steht für etwa die Hälfte der weltweiten Energieleistung. Schon 2024 waren dort laut World Wind Energy Association über 560 Gigawatt an Windleistung am Netz. Zwölf Prozent des Energiemixes kamen im ersten Halbjahr 2025 in China laut Ember Energy aus Windenergie.
„Jedes Mal, wenn sich ein Windrad dreht, verlieren sie 1.000 Dollar“, behauptet Trump und warnt Europa. Die Energiequelle sei nicht nur unwirtschaftlich. Sie würde auch Landschaften verunstalten und Vögel töten.