22.1.2026 13:50:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Europäische Softwareaktien konnten sich am Donnerstag der allgemeinen Markterholung nicht anschließen. Während Investoren verstärkt bei zuvor stark belasteten Titeln wie Autowerten zugriffen, blieb der Technologiesektor unter Druck. Besonders deutlich zeigte sich das bei SAP: Die Aktie hat die jüngsten DAX-Bestmarken schon lange nicht mehr mitmachen können. Zuletzt rutschte das Papier bis auf gut 187 Euro ab. Auch heute gehört die Aktie neben Rheinmetall zu den beiden einzigen Verlierern im DAX.Branchenweit ist die Stimmung angeschlagen. Nach Einschätzung der Citigroup könnte die negative Marktphase für Softwarewerte jedoch ihren Höhepunkt erreicht haben. Analyst Balajee Tirupati verweist auf die Unsicherheit rund um Künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf künftige Wachstumsmodelle. Gleichzeitig traut er SAP operativ weiterhin eine robuste Entwicklung zu. Der Quartalsbericht Ende Januar könnte dazu beitragen, dass Anleger wieder entspannter auf die Aktie blicken.Jefferies bleibt bei einer Kaufempfehlung für SAP und sieht ein Kursziel von 290 Euro. Trotz der aktuell gedrückten Bewertung sei das Unternehmen mit einem Zuwachs der wiederkehrenden Erlöse von knapp 15 Prozent solide aufgestellt – die Bewertung könnte sich allmählich stabilisieren.Deutlich vorsichtiger zeigt sich hingegen HSBC. Die Bank stuft SAP mit „Hold“ ein und setzt das Kursziel bei 178 Euro an. Zwar werden bis 2028 kräftige Gewinnsteigerungen erwartet, doch seien viele positive Aspekte bereits im Kurs enthalten. Aus Sicht der Analysten überwiegt derzeit das Risiko begrenzter Rückschläge.
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