22.1.2026 08:32:18 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Im europäischen Autosektor herrschte am Donnerstag spürbare Erleichterung. Auslöser war ein überraschender Kurswechsel von Donald Trump im Streit um Grönland. Der US-Präsident nahm nicht nur Abstand von einer Eskalation rund um die zu Dänemark gehörende Insel, sondern kassierte auch angekündigte Strafzölle gegen acht europäische Länder, die ab Anfang Februar greifen sollten. Damit fiel ein zentraler Belastungsfaktor weg, der die hiesige Autobranche zuletzt erneut stark belastet hatte.Für zusätzlichen Rückenwind sorgte Volkswagen mit positiven Signalen zum Finanzmittelfluss. Im frühen Handel reagiert die Aktie von Volkswagen mit einem deutlichen Kurssprung von knapp sechs Prozent. Damit ist das Papier derzeit der stärkste Werte des Tages im DAX. Bei Volkswagen überzeugten insbesondere die Zahlen zum Netto-Cashflow im Bereich Automobile. Dieser lag 2025 mit rund sechs Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr und klar über den Erwartungen, nachdem der Konzern selbst lediglich eine schwarze Null in Aussicht gestellt hatte. Experten führen die positive Überraschung auf geringere Investitionen und ein effizienteres Working-Capital-Management zurück – ein Ansatz, der nun offenbar greift.Auch andere deutsche Autowerte profitierten: Porsche SE gewinnt 3,7 Prozent, Mercedes-Benz 3,1 Prozent und BMW 2,7 Prozent. Alle Titel gehören neben der Deutschen Börse heute zu den Top-Werten im deutschen Leitindex.Die Entspannung durch Trump war auch am Gesamtmarkt zu spüren, auch wenn Anleger weiterhin auf konkrete Details warten. Trump hatte zunächst klargestellt, dass ein militärisches Vorgehen ausgeschlossen sei, und später von Fortschritten bei Gesprächen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte berichtet. Marktbeobachter sprechen erneut vom sogenannten „Taco-Trade“ – der Erwartung, dass Trump harte Positionen ankündigt, diese aber im Verlauf relativiert.
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