28.1.2026 12:28:02 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Es nimmt einfach kein Ende. PayPal muss zur Wochenmitte die nächsten Kurszielsenkungen und Analysten-Abstufungen hinnehmen. Die Aktie steht daher erneut unter Druck. Anleger blicken nun mit Spannung auf die kommende Woche. Dann dürfte bei PayPal ein richtungsweisendes Ereignis anstehen.Morgan Stanley hat das Kursziel für PayPal von 51,00 auf 50,00 Dollar gesenkt und die Einstufung „Underweight“ bestätigt. Begründet wird dies vor allem mit Sorgen um das Wachstum beim wichtigen Branded Checkout.Die Analysten reduzierten ihre Prognose für das Checkout-Wachstum 2026 auf nur noch 3,3 Prozent. Zudem hätten sich die E-Commerce-Trends im vierten Quartal abgeschwächt, begleitet von negativen Management-Kommentaren.Besonders kritisch sieht Morgan Stanley das langsame Tempo bei der technischen Umstellung: Erst rund 25 Prozent der Händler seien in 15 Monaten auf das neue Checkout-System migriert. Und selbst davon nutze nur etwa die Hälfte die optimierte Integration, die die Conversion um rund einen Prozentpunkt steigern könnte.Noch härter fällt das Urteil von Rothschild Redburn aus: Die Analysten stufen PayPal von „Neutral“ auf „Sell“ herab. Das Kursziel wurde von 70,00 auf 50,00 Dollar gekappt. PayPal verliere zunehmend den Kampf um den „marginalen Konsumenten“, der immer häufiger auf Alternativen wie Apple Pay, Google Pay, Shop Pay, Stripe Link oder BNPL-Wallets ausweiche.Gerade der Trend zu Agentic Commerce könne diesen Druck weiter verstärken und PayPals hohe Gebührenstruktur untergraben. Die Folge: stagnierende Margen und weiter sinkende Take Rates. Die Analysten befürchten, dass PayPal inzwischen strukturell Marktanteile verliert – und damit auch die erhoffte Turnaround-Story wackelt.Spannend: PayPal wird in wenigen Tagen, am 3. Februar, die nächsten Quartalszahlen vorlegen. Diese könnten zum nächsten Gradmesser für das Vertrauen in die neue Strategie werden.
Hier zum vollständigen Artikel