BERLIN (dpa-AFX) - Rund 12.000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich haben nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bundesweit für mehr Geld gestreikt. Mit zentralen Kundgebungen in fünf Städten untermauerten die Lehrkräfte und anderen Beschäftigten laut GEW ihre Forderungen nach einer deutlichen Einkommenserhöhung. Dabei geht es um die laufende Tarifrunde um den öffentlichen Dienst der Länder. Die GEW-Vorsitzende Maike Finnern warf der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Berlin eine Blockadehaltung vor.
Die Gewerkschaften fordern 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr Gehalt. An Streiks und Aktionen beteiligten sich Lehrkräfte an Schulen, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte. In Berlin gingen nach Gewerkschaftsangaben 3.500 Beschäftigte auf die Straße, in Leipzig 3.000, in Hamburg 2.500 und in Mannheim rund 2.000. Bis zur dritten Verhandlungsrunde vom 11. bis 13. Februar ist mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder zu rechnen.
In mehreren Tarifauseinandersetzungen war in den vergangenen Jahren deutlich geworden, dass die Gewerkschaften den Sozial- und Erziehungsdienst, aber auch die Schulen vielfach nicht ausreichend bezahlt sehen. Beschäftigte hätten mehr Wertschätzung verdient./bw/DP/mis