WINNENDEN (dpa-AFX) - Der schwäbische Reinigungs- und Gartengerätehersteller Kärcher hat im vergangenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben trotz Gegenwind seinen Umsatz minimal gesteigert. "Wir haben uns wacker geschlagen", sagte Kärcher-Chef Hartmut Jenner der Deutschen Presse-Agentur. Der Umsatz des Unternehmens aus Winnenden (Rems-Murr-Kreis) sei 2025 um 1,1 Prozent auf 3,483 Milliarden Euro gestiegen.
Zum Gewinn machte das Unternehmen wie üblich keine konkreten Angaben. Aber: "Das Ergebnis liegt bedingt durch Sondereffekte etwas unter Vorjahr", sagte Jenner. Zur Einordnung: Im Unternehmensregister ist der aktuellste Konzernabschluss aus dem Jahr 2023 öffentlich einsehbar. Damals machte Kärcher unter dem Strich einen Gewinn von rund 188 Millionen Euro, bei einem Umsatz von rund 3,2 Milliarden Euro.
Mit Blick auf 2026 sagte Jenner: "Ich glaube nicht, dass das aktuelle Geschäftsjahr schwächer wird als 2025." Er rechne damit, dass sich das Geschäft mit gewerblichen Kunden stabilisiere, schließlich müssten diese irgendwann auch ihre Produkte erneuern.
Steigende Handelsbarrieren wie Zölle und lokale Subventionen, ein hoher Preisdruck vor allem durch chinesische Hersteller sowie strukturelle und regulatorische Hürden hätten das Wachstum deutlich ausgebremst, teilte Kärcher mit.
Generell habe sich der Reinigungsmarkt zuletzt rückläufig entwickelt, hieß es laut Mitteilung. Der Markt sei geprägt von einer Kaufzurückhaltung bei den gewerblichen Kunden gewesen und habe lediglich in Teilen des Konsumentensegments einen Anstieg verzeichnet./rwi/DP/zb