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IAEA-Sitzung: Warnung vor Atomunfall-Risiko in der Ukraine

IAEA-Sitzung: Warnung vor Atomunfall-Risiko in der Ukraine

30.1.2026 11:36:55 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

WIEN (dpa-AFX) - Staaten warnen vor der steigenden Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine. Die täglichen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes hätten nicht nur Millionen Ukrainer der Winterkälte ausgesetzt, kritisierten zwölf Länder in einer Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. "Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls ist an den Abgrund der Realität gerückt", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Staaten, darunter auch Deutschland.

Angriffe auf Umspannwerke und zunehmende Schäden am Elektrizitätsnetz würden die nukleare Sicherheit gefährden, hieß es von der Ländergruppe. Sie wies darauf hin, dass für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken eine verlässliche Stromversorgung notwendig sei.

Ländergruppe warnt - USA nicht dabei

Die Gruppe hatte die Sitzung des IAEA-Gouverneursrates einberufen. Sie umfasst Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Rumänien. Die Vereinigten Staaten schlossen sich dem Vorstoß nicht an.

Kernkraftwerke produzieren zwar selbst Energie, doch für die Kühlung des strahlenden Materials in den Anlagen wird externer Strom verwendet. Im Notfall werden Stromgeneratoren eingesetzt. Fallen die Kühlsysteme aus, droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, dass er Kremlchef Wladimir Putin gebeten habe, wegen der enormen Kälte eine Woche lang auf Schläge gegen Städte und Energieanlagen in der Ukraine zu verzichten./al/DP/stw