2.2.2026 21:05:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.In China wird zum Neujahrsfest nicht nur gefeiert, sondern um Marktanteile gekämpft. Hinter der bunten „Red-Packet“-Show steckt ein knallhartes Rennen: Wer die Massen-App stellt, gewinnt Reichweite, Daten und Zahlungsströme. Jetzt setzt der Tech- und E-Commerce-Gigant Alibaba die Konkurrenz unter Druck – mit ganz viel Geld.Alibaba will 3 Milliarden Yuan (umgerechnet 432 Millionen Dollar) in eine Promotion-Offensive für seine KI-App Qwen stecken. Ziel: Massenadoption, möglichst schnell.Der Startschuss fällt am 6. Februar. Qwen soll nicht nur als Chatbot auftreten, sondern als persönlicher KI-Assistent, der Aufgaben direkt im Alibaba-Ökosystem erledigt. Die Kampagne läuft über mehrere Plattformen, darunter Taobao, Shangou (Lieferdienst), die Reiseplattform Fliggy, der Ticketanbieter Damai, die Karten-App Amap und die Supermarktkette Freshippo. Als Anreiz gibt es unter anderem Lotterie-Aktionen, Gratis-Bestellungen und „rote Umschläge“ mit Geld.Der Zeitpunkt ist kein Zufall. In China gehören sogenannte Red-Packet-Aktionen zum Neujahrsfest längst zum digitalen Wettkampf. Tencent und Baidu investieren ebenfalls: Tencent plant 1 Milliarde Yuan, Baidu 500 Millionen Yuan. Alibaba setzt mit 3 Milliarden Yuan nun die Benchmark.Alibaba hat Qwen im November überarbeitet und neu gestartet. Nach eigenen Angaben erreichte die App innerhalb von zwei Monaten 100 Millionen monatlich aktive Nutzer.Parallel drückt Alibaba bei der KI-Infrastruktur aufs Tempo. Der Konzern arbeitet an einem eigenen High-End-Chip, um unabhängiger von Nvidia zu werden, auch wegen der verschärften US-Exportregeln für moderne Halbleiter. Die Chip-Tochter T-Head veröffentlichte technische Details zum Zhenwu 810E, der für die Datenlast generativer KI ausgelegt ist und in der Leistung grob mit Nvidias China-Prozessor H20 konkurrieren soll.
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