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Chinas Rohstoff-Waffe: Jetzt kontert Trump mit 12 Milliarden – Stellantis und Alphabet dabei

Chinas Rohstoff-Waffe: Jetzt kontert Trump mit 12 Milliarden – Stellantis und Alphabet dabei

2.2.2026 20:02:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.
Der chinesische Rohstoff-Hebel trifft die US-Industrie dort, wo es weh tut: bei Metallen, ohne die Batterien, Chips, Smartphones und Triebwerke nicht laufen. Ein Exportstopp reicht, und Lieferketten würden kippen. Präsident Trump will nun, dass sich die USA seltene Erden und kritische Mineralien auf Vorrat sichern – mit einem Milliardenpaket, das an der Börse schon Spuren hinterlässt.Das Projekt heißt „Project Vault“. Finanziert wird es mit 1,67 Milliarden Dollar privatem Geld und einem 10-Milliarden-Dollar-Kredit der US-Export-Import Bank. Das Ziel: Rohstoffe kaufen, einlagern, im Zweifel schnell verfügbar machen. Für Autobauer, Tech-Konzerne und andere Hersteller. Genannt werden unter anderem Gallium und Kobalt, also Metalle für Smartphones, Batterien und Triebwerke.

Auf der Gewinnerliste stehen USA Rare Earth, Critical Metals, United States Antimony, MP Materials und NioCorp Developments. Auch die Industrie ist schon dabei. Mehr als ein Dutzend Unternehmen sollen sich beteiligen, darunter General Motors, Stellantis, Boeing, Corning, GE Vernova und Alphabet-Tochter Google.

Drei Handelshäuser übernehmen die Beschaffung: Hartree Partners, Traxys North America und Mercuria.Noch heute soll der Verwaltungsrat der Ex-Im Bank über den Kredit abstimmen. Laufzeit 15 Jahre. Das wäre ein Rekorddeal für die Bank.Project Vault soll Herstellern ein Problem abnehmen: eigene Rohstofflager. Stattdessen gibt es Zugriff auf einen gemeinsamen Vorrat. Entnahmen sind möglich, später muss wieder aufgefüllt werden. Im Krisenfall soll der komplette Bestand abrufbar sein. Das Ganze ist als ziviles Gegenstück zur Ölreserve gedacht – nur eben mit Metallen statt Fässern.Zusätzlich will Washington Preissprünge bremsen: Wer sich heute zu Menge und Preis verpflichtet, soll später dieselbe Menge zu diesem Preis zurückkaufen. Das soll den Markt weniger anfällig machen, wenn es wieder knallt. Für die betroffenen Unternehmen würde das mehr Planungssicherheit in einem Markt bedeuten, der zuletzt immer wieder zur politischen Waffe wurde.
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