3.2.2026 06:05:23 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Nach dem historischen Ausverkauf zum Wochenauftakt haben sich die Gold- und Silberpreise zuletzt wieder deutlich erholt. Beobachter werten den scharfen Rücksetzer weniger als Beginn eines nachhaltigen Abwärtstrends, sondern vielmehr als überfällige Bereinigung überladener Positionierungen.Gold hatte am Freitag mit einem Einbruch von nahezu zehn Prozent den stärksten Tagesverlust seit Jahrzehnten erlitten, Silber verlor zeitweise rund 30 Prozent – der heftigste Absturz seit 1980.Zum Wochenstart ging es zunächst erneut weiter nach unten, bevor die Gegenbewegung folgte. Gold fand das Korrekturtief bei 4.403 Dollar, Silber bei 71,38 Dollar. Derzeit notieren die beiden Edelmetalle wieder deutlich höher. Die Feinunze Gold wird am Dienstagmorgen bei 4.825 Dollar, die Feinunze Silber bei 83,08 Dollar gehandelt.Marktteilnehmer begannen, die jüngsten Turbulenzen neu einzuordnen und stellten die Frage, ob die Verkaufswelle struktureller Natur war oder lediglich eine überzogene Reaktion auf kurzfristige Impulse. Analysten der Deutschen Bank sehen Letzteres als wahrscheinlicher an. Zwar habe spekulative Aktivität zuletzt deutlich zugenommen, sie erkläre jedoch nicht das Ausmaß des Abverkaufs. Die grundlegende Nachfrage nach Edelmetallen – sowohl von institutioneller als auch privater Seite – sei intakt. Auch das übergeordnete Investmentargument für Gold bleibe bestehen, zumal sich das aktuelle Umfeld deutlich von früheren Schwächephasen unterscheide. Das neue Kursziel der Deutschen Bank für Gold für das laufende Jahr liegt bei 6.000 Dollar.Auch die Rahmenbedingungen für Silber bleiben gut. Insbesondere die Nachfrage von Seiten der Industrie – hier im speziellen von der Solarindustrie – nimmt massiv zu. Bis 2030 soll die Gesamtnachfrage auf bis zu 54.000 Tonnen steigen, während das Angebot lediglich bei rund 34.000 Tonnen liegen soll.
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