FRANKFURT (dpa-AFX) - Anhaltend eisig im Nordosten und vergleichsweise mild im Südwesten: Im Zuge des Klimawandels gebe es auch solche Dauer-Wetterlagen häufiger, sagt DWD-Meteorologe Andreas Walter. Bekannt sei das Phänomen unter anderem von den sogenannten Omega-Lagen im Sommer.
Diese langanhaltenden Phasen sind von einem starken Hochdruckgebiet über Mitteleuropa geprägt, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Folge ist anhaltend sonniges, trockenes und warmes Wetter, oft verbunden mit Hitzewellen und Dürren.
Prinzipiell sei eine Zweiteilung der Wetterlage in Deutschland nicht ungewöhnlich, erklärt Walter zudem. "Das kommt häufiger vor." Fast 20 Grad Unterschied seien allerdings viel - und auch die lange Dauer sei besonders. Eine direkt verfügbare Statistik zur Häufigkeit solcher Wetterlagen gebe es aktuell nicht.
In den vergangenen Tagen hatte das stationäre Hochdruckgebiet "Daniel" für Dauerfrost im Nordosten gesorgt. Der Südwesten wurde von atlantischen Tiefdruck-Ausläufern geprägt, die milde und feuchte Luft aus Südwesten heranführen, wie Walter erklärte./kll/DP/zb