MOSKAU (dpa-AFX) - Moskau wirft der Ukraine eine Beteiligung am Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, vor. "Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskyj-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.
Alexejew, wurde nach Behördenangaben in einem Wohnhaus im Nordosten Moskaus angeschossen. Der Täter ist demnach weiter auf der Flucht.
Der Anschlag kommt einen Tag nach einer neuen Gesprächsrunde über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort leitete Alexejews unmittelbarer Vorgesetzter, Igor Kostjukow, für die russische Seite die Verhandlungen.
Es ist nicht der erste Anschlag auf einen hochrangigen Militär in Russland. Russland verurteilt dies stets als Terrorismus - wie auch den von Kiew allerdings dementierten versuchten Anschlag auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zuletzt seinerseits nach den verheerenden russischen Angriffen auf die Energieversorgung des Landes, durch das Millionen Menschen von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten sind, von Terrorismus gesprochen./ksr/DP/stw