6.2.2026 06:57:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Tesla behauptet sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin im hart umkämpften chinesischen Markt für Elektroautos. Im Januar legten die Auslieferungen aus der Gigafactory Shanghai im Jahresvergleich um neun Prozent auf 69.129 Fahrzeuge zu. Damit landete Tesla auf Rang drei der Hersteller: BYD dominierte mit über 205.000 Einheiten, Geely folgte mit gut 124.000 Fahrzeugen.Der Zuwachs bei Tesla deutet allerdings weniger auf eine steigende Nachfrage hin. Die gemeldeten Zahlen umfassen sämtliche Auslieferungen aus Shanghai – sowohl für den chinesischen Markt als auch für Europa und den asiatisch-pazifischen Raum. Gleichzeitig zeigen Registrierungsdaten lediglich eine leichte Belebung in Europa. In China selbst bleibt der Preisdruck enorm. Teslas Model 3 ist mit rund 235.500 Yuan fast dreimal so teuer wie das Einstiegsmodell des BYD Seal. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzt Tesla auf aggressive Verkaufsanreize wie zinsfreie Fünfjahreskredite oder besonders günstige Langzeitfinanzierungen.Trotz dieser Maßnahmen schrumpften die Jahresverkäufe der in China produzierten Tesla-Fahrzeuge 2025 um knapp fünf Prozent – eine Ausnahme im Markt. Zudem kühlt sich der gesamte Sektor spürbar ab: Die Verkäufe von Elektro- und Hybridfahrzeugen wuchsen im Januar nur noch um ein Prozent, bereits der vierte Monat mit nachlassender Dynamik. Verstärkend wirkt die Wiedereinführung einer fünfprozentigen Kaufsteuer.Zusätzlichen Anpassungsdruck erzeugen neue Sicherheitsvorgaben. Ab 2027 müssen Fahrzeuge in China über mechanische Türöffnungen innen und außen verfügen. Gerade Teslas bündige Türgriffe könnten damit zum Problem werden – ein weiteres Baustellenthema im wichtigsten E-Auto-Markt der Welt.
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