Am Montag vergangener Woche ist der Goldpreis bis auf fast 4.400 Dollar zurückgefallen. Auslöser war nicht zuletzt die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Kevin Warsh als künftigen Chef der US-Notenbank zu nominieren. Die Personalie beruhigte zwar die Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed, entzog dem zuvor stark gelaufenen Goldmarkt jedoch spürbar die Dynamik. In einer breiten Bandbreite hat sich das Edelmetall seitdem wieder nach oben gearbeitet. Unterstützt wurde der Markt durch Nachkäufe im Zuge des günstigeren Kursniveaus, einen leicht schwächeren Dollar sowie anhaltende Sorgen über die Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Charttechnisch wäre ein wichtiges positives Signal, wenn das Mittwochshoch bei 5.091,60 Dollar überwunden werden könnte.
Große Banken wie JPMorgan und die Deutsche Bank werten die Korrektur als Kaufgelegenheit. JPMorgan hob das Kursziel bis zum Jahresende zuletzt bis auf 6.300 Dollar an. Ben Hoff, Analyst bei der Société Générale, erklärte sogar: „Trotz der Turbulenzen deuten Verschiebungen im Open Interest am Optionsmarkt – insbesondere starke Aufbauten auf der Oberseite bei den Dezember-2026-Kontrakten – darauf hin, dass die langfristige spekulative Überzeugung klar auf steigende Preise ausgerichtet bleibt.“ Das Kursziel seiner Bank von 6.000 Dollar sei angesichts der aktuellen Dynamik „konservativ“.